Testberichte aus dem Archiv

Töpfe
Topfit

Die einen bekommen schon beim Streifzug durch die Küchenabteilung feuchte Augen. Bei den anderen tut’s auch der erstbeste Topf aus dem Supermarktregal. Unser Test zeigt: Vernünftige Modelle gibt’s durchaus schon in den unteren Preisregionen. Aber der Billigheimer für 13,99 Euro ist einfach nicht alltagstauglich.
Keine Frage, man kann durchaus mit dem geerbten Topfsammelsurium von Oma und Mutti ein glückliches, langes und zufriedenes Leben führen. Aber bei den meisten Menschen kommt irgendwann der Punkt, an dem sie ein bisschen System ins Küchenkarussell bringen möchten. Man ahnt, dass der Alutopf mit dem eingedellten Boden mehr Energie als nötig zieht, bei den anderen brennt ständig was an, das abgestumpfte Blumendekor macht optisch nicht mehr ganz so viel her.
Auf der Suche nach den richtigen Töpfen landen die meisten bei einem Set aus Edelstahl. Edelstahltöpfe machen so ziemlich alles mit, sie sind pflegeleicht, nicht allzu schwer, man kann in ihnen Nudeln, Suppen, Eintöpfe kochen, Fleisch anbraten. Und wer sie ein bisschen pflegt, sie etwa nicht mit kratzigen Schwämmen bearbeitet, kann sich über eine lange gute Zusammenarbeit freuen. Die Deutschen kaufen ihre Töpfe gerne im Set. Drei, vier Töpfe in verschiedenen Größen, dazu gibt’s noch einen Stieltopf, der vor allem für Saucen gemacht ist. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. Im Set sind die Töpfe meist deutlich günstiger als im Einzelverkauf.
In letzter Zeit haben gusseiserne Töpfe, vor allem die orange-roten aus Frankreich, einen echten Siegeszug hingelegt. Ihr schwerer Guss braucht, bis er warm ist, ist also nichts für Leute, die sich abends schnell mal Nudeln kochen möchten. Da das Material aber Wärme gut speichert, sind solche Töpfe wie gemacht für alles, was ein bisschen länger braucht, für Geschmortes und Gebratenes. Wer auf Glaskeramik kocht, sollte sich die Investition überlegen: Der Guss verkratzt das Glas schnell.
Fettarm kommt man mit beschichteten Töpfen voran, optimal für alle, die gern Gebratenes essen. Doch Teflon und seine Verwandten basieren auf Polytetrafluorethylen (PTFE), das ist nicht jedermanns Fall. Die Beschichtung kann leicht zerkratzen, wird sie stark überhitzt, entstehen giftige Dämpfe. Echte Leidenschaft und Investitionsbereitschaft braucht man bei Kupferkochgeschirr. Die Töpfe übertragen die Hitze so direkt wie kaum ein anderes Material. Sie sind allerdings nicht für Induktionsherde gemacht und bleiben nur rotgolden glänzend, wenn man sie regelmäßig poliert.
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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