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TestPilzmittel, Fußpilz
Gut zu Fuß
Pilzmittel, Fußpilz

Jeden Dritten erwischt es irgendwann einmal - das Brennen und Jucken an den Füßen. Unser Test zeigt aber: Es gibt Hilfe gegen Fußpilz.


Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in unseren Breiten. Oft zwischen dem vierten und fünften Zeh beginnend, ist die Haut anfänglich gerötet und juckt; später kann sie nässen, sieht weiß und aufgequollen aus. Tiefe, schmerzhafte Risse kommen hinzu. Was in einem Zehenzwischenraum beginnt, kann sich über den ganzen Fuß ausbreiten, auch auf die Zehennägel.

Beim klassischen Fußpilz befallen Fadenpilze die Zehenzwischenräume und die Hornhaut an den Füßen. Neben diesen Dermatophyten können sich - aber eher selten - auch Hefe- oder Schimmelpilze zwischen den Zehen ansiedeln und eine Pilzerkrankung verursachen.

Teile der Pilze überleben auf abgestoßenen Hautschuppen oft lange Zeit. In besonders großer Zahl finden sich diese ansteckenden Hautpartikel überall dort, wo viel barfuß gelaufen wird, also in Schwimmbädern, Saunen oder auf den Teppichböden in Hotels. Wenn dann noch jemand nach dem Schwimmen oder Duschen mit aufgeweichter Haut auf diese Partikel tritt, hat der Pilz ein leichtes Spiel. Experten gehen aber inzwischen davon aus, dass die größte Infektionsquelle die eigene Familie ist. Wenn Handtücher und Waschlappen gemeinsam benutzt werden, besteht hohe Ansteckungsgefahr.

Während Fußpilz bei barfuß laufenden Naturvölkern praktisch nicht vorkommt, gibt es für den hiesigen Schuh- und Sockenträger einige weitere Risikofaktoren. So begünstigen auch Fußfehlstellungen, Diabetes und Durchblutungsstörungen die Empfänglichkeit für eine Infektion. Männer sind häufiger als Frauen betroffen.

Im ÖKO-TEST: 25 rezeptfreie Präparate, überwiegend Cremes, mit unterschiedlichen Wirkstoffen gegen Pilze an den Füßen. Denn: Von allein heilt Fußpilz nicht ab.

Das Testergebnis

... verheißt Linderung: 22 Produkte schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab, nur eines beurteilen wir mit "ungenügend".

Wirkstoffe aus der Gruppe der Azole (Bifonazol, Clotrimazol, Miconazol, Sertaconazol) sind Breitspektrum-Antimykotika, das heißt, sie wirken gleichermaßen gut gegen Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. In den Cremes gegen Fußpilz werden sie zielgerichtet und therapeutisch sinnvoll eingesetzt, Nebenwirkungen sind sehr selten. ÖKO-TEST wertet deshalb hier auch nicht die halogenorganischen Verbindungen unter den Azolen ab.

Wirkstoffe aus der Gruppe der Allylamine (Terbinafin, Naftifin) wirken ebenfalls gegen alle Erreger. Eine aktuelle Analyse der Cochrane Collaboration deutet an, dass Terbinafin den Azolen in der Behandlung von Fußpilz sogar überlegen sein könnte. Die Cochrane Collaboration ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das die verfügbaren Daten durchforstet und daraus systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien erstellt.

Auch beim Wirkstoff Ciclopirox-Olamin in der Ciclopoli Creme gegen Fußpilz von Taurus-Pharma handelt es sich um ein Breitspektrum-Antimykotikum. Seine klinisch-pharmakologischen Eigenschaften sind gut dokumentiert, das Nutzen-Risiko-Verhältnis wird als besonders günstig eingestuft.

Nicht die erste Wahl bei Fußpilz ist die Tonoftal Creme mit dem Wirkstoff Tolnaftat. Denn der wirkt ausschließlich gegen Dermatophyten, aber nicht gegen alle Pilze aus dieser Familie. In puncto Wirksamkeit wird Tolnaftat im Vergleich zu den Azolen als deutlich schwächer eingestuft.

In der Daktar 2% Creme ergab die chemische Analyse Formaldehyd/-abspalter. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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