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ÖKO-TEST Mai 2012
TestHausratversicherungen
Mehr Schutz lohnt
Hausratversicherungen


Ohne Grund oder ohne auf unsere Anfrage zu reagieren, verweigerten die BBV, die Continentale, der Versicherungsmakler KAB aus Erftstadt und die Nürnberger die Teilnahme. Recht harsch reagierte Hanna Rebecca Harsche von der R+V Versicherung. Sie schrieb uns: "An den unterschiedlichsten Stellen in unserem Haus findet sich derzeit Ihre Anfrage zur Hausratversicherung wieder. Wir sehen all diese Anfragen als erledigt an." Der Maklerpool Amex kündigte an, die Unterlagen zu prüfen, meldete sich dann aber nicht mehr. Chartis erklärte, man arbeite nur mit Maklern zusammen. Die Condor, die Dolleruper, HDI-Gerling und der Konzeptanbieter Dema wollten nicht teilnehmen, weil sie ihre Tarife überarbeiten, ebenso die Allianz, weil gerade "modulare" Tarife entwickelt werden. Der Deutsche Ring steigt ganz aus dem Neugeschäft aus. Die Swiss Life verweist darauf, dass sie selbst keine Hausratversicherungen anbietet, und ihre Tochtergesellschaft Swiss Life Partner lediglich Produkte von Kooperationspartnern vertreibt.

Interview

Werte ausreichend absichern

Jürgen Karpf ist Versicherungsmakler von der RIVER Vorsorge- und Versicherungsberatung GmbH aus Weiden bei Augsburg.

ÖKO-TEST: Herr Karpf, viele Versicherer leisten für Diebstahl von Wäsche auf der Leine oder wenn der Holzkohlegrill von der Terrasse verschwindet. Ist das wichtig?

Jürgen Karpf: Nein. Das sind Kleinschäden.

ÖKO-TEST: Was ist wichtig?

Karpf: Derzeit nehmen Wohnungseinbrüche, sogar am hellen Tage deutlich zu. Die Täter haben es auf Hochwertiges abgesehen. Sie stehlen Schmuck, Sachen aus Edelmetall, den Laptop oder die Stereoanlage. Sachen, die sich schnell zu Geld machen lassen.

ÖKO-TEST: Was passiert, wenn der Schmuck mehr wert war, als die Entschädigungshöchstgrenze?

Karpf: Dann zahlen die Versicherer eben nur bis zu dieser Grenze. Generell sollte man auch darauf achten, dass der Versicherer einen Unterversicherungsverzicht erklärt. Dieser gilt in der Regel ab einer Summe von 550 bis 750 Euro pro Quadratmeter Wohnraum. Er sollte aber trotzdem schriftlich eingefordert werden. Andernfalls kann der Versicherer später mit Winkelzügen versuchen, den Schutz zu kürzen.

ÖKO-TEST: Ist eine Alarmanlage sinnvoll?

Karpf: Wer eine Kunstsammlung hat, bekommt sie sogar von seinem Versicherer vorgeschrieben. Dennoch ist sie kein Allheilmittel, Profis können sie ausschalten. Für viel wichtiger halte ich einen Rauchmelder. Dann wird man im Keller möglicherweise gerade noch rechtzeitig an die Pfanne auf dem Herd erinnert. Und man wird hoffentlich geweckt, bevor die vergessene Zigarette die Wohnung abbrennt.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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