Testberichte aus dem Archiv

LED-Lampen
LED´s go!

Disco fürs Hirn. Durch die Netzspannung, aber auch durch die lampenintegrierte Elektronik, entstehen niedrige und höhere Frequenzen, die sich im Flimmern des Lichts zeigen. Unsere Augen können das zwar nicht mehr wahrnehmen. Doch im Hirn kommen diese Pulse an. Der Flimmeranteil am Gesamtstrom macht bis zu 98 Prozent aus, die Heitronic LED ist damit das reinste Stroboskop. Auf der anderen Seite zeigt die Philips Master LEDbulb, dass man mit guter Technik das Flimmern auf sechs Prozent reduzieren kann. Die Frage ist allerdings nicht nur, wie stark eine Lampe flackert, sondern auch, auf welchen Frequenzen dies geschieht und ob man eher von "harmonischem" Flimmern oder unruhigen, zackigen Ausschlägen sprechen muss. Die meisten Lampen flimmern nicht nur auf der niedrigen Wechselstromfrequenz, sondern auch auf höheren Frequenzen, was das Licht noch schmutziger macht.
Die Elektrosmogbelastung liegt bei allen Lampen höher, als die TCO-Norm für Computermonitore erlaubt. Bei allen LED wurden erhöhte niederfrequente elektrische Felder gemessen, die aus der Netzfrequenz resultieren - für Staunen sorgten dabei die Werte, die bei den Lampen von H. Vollmer (Heitronic LED) und Elba-Elektronik gemessen wurden: mehr als das Zehnfache dessen, was die TCO für Computermonitore erlaubt! Höherfrequente Felder hingegen sind, anders als bei Energiesparlampen, nicht bei allen LED ein Problem. Auffällige Oberwellen und steil aufsteigende Pulsstrukturen sorgen jedoch bei allen LED-Lampen im Test für zusätzlichen unangenehmen Elektrosmog, der unter anderem Auswirkungen auf das Nerven- und Hormonsystem haben kann.
Teuer lohnt sich. LED sind ein teurer Spaß, bis zum 70-fachen einer Glühlampe kann man für eine LED-Lampe berappen. Doch auf die Jahre der Nutzung gerechnet zahlt es sich aus. Bis zu 85 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zur Glühlampe sind möglich. Wer sich für eine der besten Lampen im Test, die Toshiba E-Core LED Lamp 8,4 W, entscheidet, hat den Anschaffungspreis von 44,95 Euro nach gut drei Jahren wieder an Strom eingespart. Da freuen sich Umwelt und Portemonnaie. Auf der anderen Seite ist der Energieaufwand für die Herstellung einer LED wesentlich größer als bei einer Glühlampe, hinzu kommt, dass eine LED nach getaner Arbeit nicht einfach im Hausmüll landen darf, sondern in einer kommunalen Sammelstelle als Elektrogerät entsorgt werden muss. Auch wenn der Energieaufwand während der Nutzungsphase wesentlich größer ist als jener, der davor und danach anfällt, berücksichtigen wir den Energieaufwand für Herstellung und Entsorgung. Deshalb schneiden auch die sparsamsten LED in Sachen Energieeffizienz maximal "gut" ab.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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