Testberichte aus dem Archiv
Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD

Pflegetagegeldversicherungen
Hoher Schutz, hoher Preis

Erst krank, dann arm. Diese Überschrift haben wir für unseren Artikel zur Berufsunfähigkeit auf Seite 158 gewählt. Sie würde auch zu diesem Test passen. Denn hier wie dort ist private Vorsorge nötig, die staatlichen Leistungen reichen nicht.
Zum Jahr der Pflege hat der ehemalige Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler 2011 ausgerufen. Die staatliche Pflegeversicherung soll reformiert werden. Das ist leider kein Grund für entspanntes Zurücklehnen. "Egal wie die neue staatliche Absicherung auch aussieht, es wird keinen Vollkaskoschutz geben", sagt Klaus Michel, Experte für Gesundheitspolitik bei der Allianz Versicherung in München. Der Grund ist einfach: Wir werden immer älter und immer weniger Berufstätige müssen für den Schutz der Senioren aufkommen.
Ab dem 80. Lebensjahr nimmt die Zahl der Pflegefälle drastisch zu. Zwischen dem 60. und 80. Geburtstag liegt das Risiko nur bei rund fünf, danach steigt es auf 29 Prozent, wie das Bundesgesundheitsministerium ermittelt hat. Zudem kommen immer mehr Menschen ins Risikoalter. Daher sind heute rund 2,4 Millionen pflegebedürftig, 2050 wird es schon 4,7 Millionen Betroffene geben.
Die Lücke ist groß
Wer zum Pflegefall wird, muss aus eigener Tasche zuzahlen. Oder die Kinder werden vom Sozialamt zur Kasse gebeten. Derzeit schätzt das Bundesgesundheitsministerium die private Lücke für die Pflege zu Hause je nach Grad der Hilflosigkeit auf 500 bis 2.200 Euro pro Monat. Wer im Heim gepflegt wird, muss zwischen 700 und 1.200 Euro privat zuzahlen.
Zusätzlicher Privatschutz ist daher unerlässlich. Ein einfaches Produkt dafür ist die Tagegeldversicherung. ÖKO-TEST hat die Angebote mithilfe des Analysehauses Kvpro.de aus Freiburg auf Herz und Nieren geprüft. Alle Produkte mussten mindestens in der Pflegestufe III stationär die volle Leistung von 50 Euro pro Tag erbringen, also 1.500 Euro pro Monat. Angebote, die in Pflegestufe I gar nicht leisten, wurden nicht berücksichtigt. Insgesamt wurden so 340 Tarife für Frauen und Männer für fünf unterschiedliche Einstiegsalter (35, 45, 55, 60, 65 Jahre) untersucht. Hier finden Sie die Ergebnisse für 45 jährige Frauen und Männer. Die restlichen Ergebnisse finden Sie auf der CD (in der Version dieses Ratgebers, dem eine CD beigeklebt ist), ansonsten unter www.oekotest.de
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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