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ÖKO-TEST März 2011
TestThunfischkonserven
Was Thun?
Thunfischkonserven

Thunfisch verfeinert Pizza und Nudelsauce und ist die entscheidende Zutat im Nizza-Salat. Doch die Meinungen über die Fischkonserve gehen auseinander: Die einen halten sie für eine tolle Fleischalternative, für die anderen ist sie die Umweltsünde schlechthin. Unser Test zeigt: Das Misstrauen ist berechtigt!


Wenn jemand vor ein paar Jahren von Thunfisch sprach, meinte er praktisch immer Dosenware: Weißlich-braune Fischstücke in Öl oder Wasser, die auch mal krümelig oder trocken sein konnten. Als Pizzabelag oder Salatbeigabe ganz okay. Aber keinesfalls etwas, das man in einem guten Restaurant bekommt. Heute verarbeiten Spitzenköche rohen Thunfisch zu Carpaccio oder Tartar, beizen ihn mit Sternanis oder verarbeiten ihn zu Thunfisch-Espuma, einem Schaum, der sofort auf der Zunge zergeht. Wer in diesen gastronomischen Gefilden Thunfisch brät, hüllt das Filet gerne in einen Sesammantel oder in ein Noriblatt. Anschließend gut durchbraten? Total verpönt! Der Gourmet liebt es außen heiß und innen roh und akzeptiert höchstens ein paar Millimeter "Bratschicht".

Doch nach wie vor ist frischer Thunfisch ein Nischenprodukt. Der meiste Thunfisch, der in Deutschland verzehrt wird, kommt aus der Konserve. Den Inhalt von rund zehn Dosen verzehrt jeder Bundesbürger pro Jahr.

Bislang wird der Fisch im großen Stil aus dem Meer geholt. Anders wäre der schier unersättliche Appetit auch kaum zu stillen: Insgesamt 6,3 Millionen Tonnen Thunfisch und nahestehende Arten haben die Fischer im Jahr 2008 aus dem Meer geholt, so ein aktueller Bericht, den die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) im vergangenen Jahr herausgegeben hat. Viele Bestände nennt die FAO überfischt oder ausgebeutet. Sollen auch die kommenden Generationen noch in den Genuss von Sushi und Pizza Tonno kommen, bleibt nur, nachhaltig zu fischen. Oder Visionen zu haben.

Warum sollte sich Thunfisch nicht züchten lassen? Leider funktioniert das bislang nicht so gut. "Fischmast" wäre deshalb wohl der passendere Ausdruck für die Thunfisch-Aquakulturen an der Mittelmeerküste. Hierfür werden vor allem Jungtiere des ohnehin schon knappen Roten Thunfischs eingefangen und gehalten, bis sie die richtige Größe erreicht haben. Ein Unterfangen, das von Umweltschützern äußerst kritisch beäugt wird.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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