Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2011

Bettdecken
Für Ausgeschlafene

Die meisten untersuchten Decken mit Synthetikfüllung sind, da weitgehend schadstofffrei, empfehlenswert. Mit mehr Sorgfalt in der Produktion könnten sie aber noch besser sein.
Wer tagsüber fit sein möchte, braucht nachts einen erholsamen Schlaf. Eine wichtige Voraussetzung ist eine Bettdecke, die weder zu warm noch zu kalt ist. "Das Problem bei einer zu dicken Decke ist, dass man sich im Schlaf teilweise abdeckt, und das kann dann zu Verspannungen führen. Und wem zu kalt ist, der kann schlechter einschlafen", erklärt Dr. Florian Heidinger, Leiter des Ergonomie-Instituts in München. Frauen produzieren weniger Eigenwärme. Für einen ruhigen Schlaf sei die romantische gemeinsame Bettdecke deshalb meistens nicht optimal, meint der Experte. Wenn die Temperaturen im Schlafzimmer mit den Jahreszeiten wechseln, sollte man sich außerdem unterschiedlich warme Decken zulegen. Das gilt besonders für Mit-offenem-Fenster-Schläfer.
Eine einheitliche Kennzeichnung, wie stark Bettdecken Wärme isolieren, gibt es leider nicht. Die Hersteller verwenden unterschiedliche Systeme mit Wärmeklassen, zum Beispiel von eins bis fünf, oder machen gar keine Angabe. Eine Decke, unter der ein molliger junger Mann bei 18 Grad Celsius Zimmertemperatur gewaltig schwitzt, kann für eine schlanke ältere Dame durchaus zwei Stufen zu dünn sein. Dr. Heidinger empfiehlt, sich im Fachhandel gut beraten zu lassen. Sonst bleibt nur ausprobieren.
Am beliebtesten sind Bettdecken mit Synthetikfüllung und Federbetten. Andere Naturmaterialien wie Kapok, Kaschmir, Seide, Hanf oder Kamelflaumhaar haben derzeit noch vergleichsweise kleine Fangemeinden.
ÖKO-TEST wollte wissen, was in den Decken mit Synthetikfüllung steckt, und hat 15 für die kalte Jahreszeit geeignete Modelle in die Labore geschickt.
Das Testergebnis
Da kann man sich mit gutem Gewissen ins Bett legen: Alle Decken schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab.
In allen Decken wurde das giftige Halbmetall Antimon nachgewiesen, bei mehr als der Hälfte aber nur in geringen Spuren. Sechs Bettdecken mit erhöhten Werten in der Füllung rutschen aufgrund dessen aber um eine Note nach unten.
Optische Aufheller belasten die Umwelt, weil sie kaum abgebaut werden. Wohl unter anderem als Folge der jahrelangen Kritik von ÖKO-TEST verzichten inzwischen einige Hersteller auf die umweltschädliche Zutat.

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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