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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2011
TestCellulitemittel
Eben!
Cellulitemittel



Cellulite liegt beim weiblichen Körper in der Natur. Das weibliche Bindegewebe muss nachgiebig und dehnbar bleiben, um für Schwangerschaften gewappnet zu sein. Dieses zarte, dünne Bindegewebe hat den Fettzellen in den unteren Schichten wenig entgegenzusetzen. So zeichnen sich oben schnell unschöne Dellen ab. Schlanke und Moppelige trifft es gleichermaßen. Aber wo mehr Fett gespeichert wird, kann auch die Cellulite deutlicher hervortreten. Cellulite hat bei jenen weniger Chancen, die mit Sport und Bewegung ihr Bindegewebe stärken und dafür sorgen, dass Muskelmasse bleibt, wo sich sonst Fettzellen einnisten.

Diät, Sport - die Versprechen der Cellulitemittel klingen da natürlich bequemer. Doch ein Blick ins Kleingedruckte relativiert die Aussagen schnell. Mal beziehen sie sich nur auf einzelne Wirkstoffe, die sich im Reagenzglas ganz wacker geschlagen haben. Mal bescheinigen sich 25, mal 50 Frauen mehr Spannkraft, Glätte oder Festigung an eigener Haut. Von verschwundenen Beulen und Dellen ist hier nicht mehr die Rede. Die tiefer gehenden Ursachen von Orangenhaut kann man mit Cremes nicht beseitigen. "Allerdings können die Pflegemittel, wenn sie sorgfältig und regelmäßig einmassiert werden, durchaus die Durchblutung verbessern und für ein besseres Hautbild sorgen", erklärt die Hautärztin Dr. Anne Hundgeburth.

Welche Pflegeprodukte tun der Haut dabei gut? Wir haben 14 Cellulitemittel auf bedenkliche und umstrittene Substanzen testen lassen.

Das Testergebnis

Alle drei Bio-Produkte bekommen das Testurteil "sehr gut". In die gleiche Liga schaffte es als einziges konventionelles Produkt das Isana Cellulite Creme Gel vom Drogeriemarkt Rossmann.

Als Schutz vor Verkeimung setzen zwei Hersteller umstrittene halogenorganische Verbindungen ein, die bisweilen Allergien auslösen können.

In sechs Produkten sollen unter anderem recht hohe Anteile an Silikonölen für ein gutes Gefühl auf der Haut sorgen. Wir bevorzugen aber natürliche Fette und Öle, deren Bestandteile sich gut ins Gleichgewicht der Haut integrieren.

Wo Fette und Wasser verbunden werden sollen, braucht es Emulgatoren. In sechs Produkten übernehmen PEG/PEG-Derivate diese Aufgabe. Sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Auf Duftstoffe, die häufig Allergien auslösen, verzichten die meisten Hersteller. Ausnahme: Garnier und Biotherm, die auch polyzyklische Moschus-Verbindungen einsetzen. Auch Le Club des Créateurs de Beauté setzt diese künstlichen Duftstoffe ein, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern.

Auffällig ist, dass fast alle konventionellen Hersteller ihre Kundinnen nicht auf der Verpackung darüber informieren, dass das Cremen Sport und eine gesunde Ernährung nicht ersetzen kann. Das gab Punktabzug.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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