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Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 8:2010
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Versicherer, die in unseren Tests gut abschneiden, freuen sich. Die anderen kritisieren uns oder ändern ihre Tarife. Eine dritte Gruppe versucht, dem Leistungsvergleich zu entgehen. ÖKO-TEST hat die Verweigererstrategien genauer unter die Lupe genommen.

Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 8:2010
» Produkte anzeigen (237)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ N1011 ] anzeigen

Das hört sich richtig gut an. Im Handelsblatt kündigte Allianz-Leben-Vorstand Markus Faulhaber größere Transparenz bei Kosten und Risiken von Anlageprodukten an. Gegenüber ÖKO-TEST gibt sich der Versicherungskonzern allerdings eher zugeknöpft als transparent. Häufig verweigert er uns die benötigten Auskünfte. Auch bei der Allianz selbst scheint die Botschaft noch nicht angekommen zu sein. Gibt man auf ihrer Internetseite die Suchbegriffe Faulhaber und Transparenz ein, bekommt man keinen Treffer zum Vorhaben des Vorstandes.

Die Vorsorgeprodukte der Versicherer sind kompliziert und erklärungsbedürftig, seriöse Vergleiche und Testergebnisse spielen eine wichtige Rolle als Entscheidungshilfen. Dass gute Noten von ÖKO-TEST ein prima Verkaufsargument sind, wissen auch die Versicherungsunternehmen und deren Finanzvertriebe. Allerdings dürfen Berater auch schlechte Testbewertungen nicht einfach verschweigen. Vielmehr müssen sie ihre Kunden fair und umfassend informieren. Sonst kann ein Kunde leichter Schadenersatz wegen einer Falschberatung durchsetzen. So überrascht es nicht, dass Assekuranzen, die um die Schwäche ihrer Tarife wissen, diese keinem Leistungsvergleich aussetzen wollen.

Darum haben wir uns die Absagen der vergangenen Jahre genau angeschaut und festgestellt, dass sich die Verweigerungstaktik quer durch die gesamte Branche zieht. Schule macht diese Haltung sowohl bei den großen, bekannten Versicherern wie der AachenMüncher, der Allianz oder der Generali als auch bei kleineren Gesellschaften wie der Oeco Capital, die als grüner Versicherer besonders auf Transparenz achten sollte.

Skurrile Ausreden

Um sich den lästigen Nachfragen zu entziehen, werden bisweilen skurrile Ausreden bemüht: So nahm die Allianz die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) zum Anlass, die Teilnahme am Test Direktversicherungen zu verweigern. "Nach der VVG-Reform sind derzeit eine Vielzahl von Ratings und Rankings zum Thema (betriebliche) Altersvorsorge und zur Risikovorsorge in der Presse zu finden bzw. werden noch veröffentlicht. Aus unserer Sicht treffen diese Informationen nicht wie in der Vergangenheit mit angemessener zeitlicher Verteilung auf den Kunden, sondern ballen sich in diesem Jahr. Wir haben uns daher nach reiflicher Überlegung entschlossen, nicht an Ihrer geplanten Untersuchung ... teilzunehmen", schrieb uns der Konzern. Das hatte sich der Gesetzgeber allerdings anders vorgestellt. Das hundertjährige VVG wurde nach langem Ringen reformiert, um für die Verbraucher mehr Transparenz in die Welt der Versicherungen zu bringen.



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Inhalt

» Das hört sich richtig gut an. Im Handelsblatt kündigte ...
» Die Zurich-Deutscher-Herold hält "den Fokus auf ...
» Da sich die Öffentlichkeitswirkung der Tests ...
» Auch die Ferienzeit muss als Absagegrund ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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