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ÖKO-TEST Juni 2010
Test
Frühstückscerealien mit Honig
Kein Kracher
Frühstückscerealien mit Honig

Kinder, die gut frühstücken, können sich im Kindergarten und in der Schule besser konzentrieren. Unser Test ergab: Weizenpops mit Honig taugen als Grundlage wenig. Sie sind viel zu süß und in vielen steckt das Krebsgift Acrylamid.

ÖKO-TEST Juni 2010
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Kinder lieben Süßes. Die Eltern schaudert’s zwar, wenn sie auch nur einen Löffel Smacks oder Poppies probieren. Doch der Nachwuchs rührt gesündere Alternativen wie Haferflocken mit Banane nur ungern an. Und das liegt nicht nur am Eigensinn der Kids und ihrem Bestreben, sich abzugrenzen.

Sensorische Untersuchungen mit Kindern ergaben, dass sie Geschmacksschwellen ganz anders empfinden als Erwachsene. Im Rahmen des EU-Projektes IDEFICS (Identifikation von diät- und lebensstilabhängigen Gesundheitseffekten bei Kindern) untersuchte Kirsten Buchecker vom ttz Bremerhaven die Ernährungsgewohnheiten und geschmackliche Wahrnehmung von Kindern. 400 Drei- bis Achtjährige nahmen an den spielerisch verpackten Geschmackstests teil. Das Ergebnis: Die Empfindung "süß" stellte sich erst bei einer relativ hohen Zuckerkonzentration von 8,6 Gramm pro Liter ein - das entspricht etwa der Süße einer Limonade. Die Vergleichsgruppe von Studenten konnte den Zucker hingegen schon bei wesentlich geringerer Konzentration schmecken. Wie kommt das, fragt man sich? Eigentlich sollten die jungen Geschmacksnerven doch noch ganz empfindlich sein. Projektleiterin Buchecker erklärt das Phänomen so: "Den Kindern fehlen Vergleichswerte, ein eigenes Geschmacksarchiv, mit dem neue Eindrücke abgeglichen werden können. Wie schnell so ein Referenzarchiv aufgebaut wird und welche Grundgeschmacksarten darin vorherrschen, hängt davon ab, wie oft das Kind mit welchem Geschmackseindruck konfrontiert wird." Die Versuche im Sensoriklabor zeigten außerdem, dass die Reizschwelle bei Grundgeschmacksarten wie süß oder salzig zwischen dem achten Lebensjahr und dem Erwachsenenalter stark sinkt.

Kein Wunder also, wenn gerade die Kleinen auf megasüße Frühstückscerealien stehen. Doch was tun, wenn man ihnen auch andere Geschmäcker eröffnen möchte? Verbote machen den Süßkram zum Frühstück nur noch attraktiver und sind keine Lösung, jeden Tag Honey Balls oder Smacks zum Start in den Tag aber auch nicht. Die Ernährungsexpertin Monika Brenz-Rickert aus Aschaffenburg empfiehlt als gesündere Alternative beispielsweise Haferflocken, die mit etwas Kakao oder mit Rosinen gesüßt werden können. Die Flocken werden zudem schön knusprig und nussig, wenn man sie mit etwas Zucker oder Honig in der Pfanne anröstet. Gepoppte Getreidesorten oder Flakes mit wenig oder gar keinem Zuckeranteil gibt es inzwischen auch schon im Supermarkt. Auch mit dem Mischen von Haferflocken mit Pops kann man schon eine Menge Zucker sparen. Um Kinder für weniger Süßes zu motivieren, empfiehlt Brenz-Rickert außerdem, die Kleinen ein Müsli ganz nach ihrem Geschmack selbst mischen zu lassen.



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Inhalt

» Kinder lieben Süßes. Die Eltern schaudert’s zwar, wenn ...
» Im Segment der fertigen Frühstückscerealien ...
» Sechs Produkte weisen erhöhte Acrylamidwerte ...
» Der Trick bei Alnatura Weizen gepufft, Dennree ...
» Die Inhaltsstoffe - Der Honig im Namen und ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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