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Die Gütezeichen, die auf Lebensmitteln und Getränken prangen, sind zahlreich und bedeuten längst nicht immer ein Plus an Qualität. Wir stellen die wichtigsten vor und sagen, was davon zu halten ist.


Essen hält Leib und Seele zusammen. Es soll lecker schmecken und den Gaumen verwöhnen, aber auch gesund sein. Ständige und dazu noch widersprüchliche Informationen über Risiken von Lebensmitteln sind für die Verbraucher ziemlich verwirrend. Sie müssen schließlich täglich zirka 200 Entscheidungen zu Lebensmitteln treffen. Gütesiegel, die Qualität versprechen, sind da eine gern gesehene Entscheidungshilfe. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kam in ihrer Studie zum Thema Prüfsiegel vor einiger Zeit zu dem Ergebnis, dass ein Lebensmittelprüfsiegel für 65 von 100 Verbraucher besonders wichtig ist.

Wenn Industrieverbände ein Siegel entwickeln und sowohl die Prüfkriterien als auch den Kontrollplan dafür selbst festlegen - wie beispielsweise bei QS Ihr Prüfsystem für Lebensmittel - muss die Frage erlaubt sein, ob es sich hier um Verbraucherschutz und Qualitätssicherung oder um eine Marketingstrategie bzw. Imagekampagne handelt. Dasselbe gilt für Siegel von bekannten Laboratorien wie Fresenius oder dem TÜV. Der TÜV Süd wirbt in seiner Broschüre Zeichen setzen beispielsweise mit dem Slogan "Unsere Begutachtung als anerkannt unabhängige Instanz macht Ihre Marke noch stärker". Offen einsehbar sind die Prüfpläne solcher Zeichen in der Regel nur in begrenztem Umfang. Auf Nachfrage erfahren wir zwar mehr, aber keine wirkliche Transparenz.

Die Anforderungen des staatlichen Bio-Siegels sind hingegen in der EU-Öko-Verordnung genau definiert und garantieren, dass Bio drin ist, wo Bio draufsteht. Darüber hinaus haben die deutschen Bio-Anbauverbände häufig noch strengere Richtlinien. Regionallabel mit Bio-Zeichen kombiniert bieten noch mehr Zusatznutzen und Nachhaltigkeit. In Einzelfällen aber vielleicht manchmal auch nicht: Denn lokale Erzeugung, die außerhalb der Saison im Gewächshaus erfolgt, oder lange Lagerzeiten unter speziellen Bedingungen - beispielsweise von Äpfeln - können manchmal energieaufwendiger sein als ein Schiffstransport vom anderen Ende der Welt, in dem gerade frisch geerntet wird. Inzwischen gibt es Label wie Stop Climate Change, an denen der Verbraucher Produkte oder Betriebe erkennen kann, die ihren Ausstoß an klimaschädlichen Gasen reduzieren bzw. ausgleichen.

Immer mehr Verbrauchern ist es inzwischen auch wichtig, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert werden. Der faire Handel verbucht hohe Zuwachsraten. Erst im Kommen ist das neue staatliche Label Ohne Gentechnik. Es verspricht mehr, als es bietet - so wie viele andere Label auch.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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