Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2010

Senioren- und Einfachhandys
Kein guter Ruf

Dicke Tasten, große Displays und ordentliche Ausmaße: Seniorenhandys fallen auf zwischen den zierlichen Handys, die heute auf dem Markt sind. Wir haben die Generation 60 plus den Test machen lassen. Probleme gibt es vor allem mit der Strahlung.
Ein Viertel der Deutschen ist heute 60 Jahre und älter, bis 2050 wird diese Altersgruppe rund 40 Prozent der Deutschen ausmachen. Ihre Kaufkraft und Kauflust kann sich sehen lassen. Rund ein Drittel der Gesamtausgaben für den privaten Verbrauch geht auf ihre Rechnung. Deshalb ist die Generation 60 plus als Kundschaft begehrt. Irgendwie will man die Best Ager, Silver Surfer, Third Ager, Master Consumer, die jüngeren und die älteren Senioren erreichen.
Wir haben uns einen Bereich vorgenommen: Handys, die besonders unkompliziert und bequem zu bedienen sein sollen, die auf Spielereien wie Kamera, Musikspieler oder Internetzugang verzichten und mit denen man einfach erreichbar ist.
Wir kauften neun Handys ein, darunter fünf ausgewiesene Seniorenhandys und vier Handys mit einfacher Ausstattung. Sie wurden auf Technik und Material untersucht, darüber hinaus hat sich eine Gruppe von Senioren im Alter von 61 bis 79 Jahren die Geräte vorgenommen und überprüft, wie anwenderfreundlich sie sind.
Das Testergebnis
Die Seniorenhandys haben besser abgeschnitten als die Einfachhandys - vor allem in Sachen Strahlung. Generell kamen die Vertreter der Generation 60 plus mit allen Handys mehr oder weniger "gut" zurecht. Durch ihr schlechtes Testergebnis Strahlung schneiden fünf Handys letztendlich nur "ungenügend" oder "mangelhaft" ab. Testbeste sind je ein "gutes" und ein "befriedigendes" Seniorenhandy.
Die großzügigen Tasten, Beschriftungen und Displays der Seniorenhandys wurden von den älteren Nutzern durchweg mit "sehr gut" bis "gut" bewertet. Die zierlichen Einfachhandys schnitten hier im Urteil der Anwender etwas schlechter ab.
Das "erste Mal" mit dem noch unbekannten Handy, also das Einlegen der SIM-Karte, das Aufladen und Anschalten, gestaltet sich bei allen Handys leicht. Auch das Telefonieren bereitet keine größeren Schwierigkeiten. Komplizierter wird es, wenn es darum geht, Textnachrichten zu versenden, das Rufnummerverzeichnis zu nutzen oder Funktionen im Handy-Menü einzustellen - etwa die Klingellautstärke zu verändern oder den Vibrationsalarm zu aktivieren. Ein "sehr gut" vergaben die Praxistester hier gar nicht, durchweg "gut" wurden in diesen drei Disziplinen nur das Emporia Lifeplus, das Samsung SGH-C170 und das Sony Ericsson J110i bewertet. Etwas kompliziert machte es das Nokia 2610 den Testern.
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Wichtig für ältere Leute, die ihr Handy auch als ...

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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