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12. Mai 2017
ÖKO-TEST und andere Medien
Das Beispiel Süddeutsche Zeitung
ÖKO-TEST und andere Medien

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich darüber mokiert, dass bei unserem Test Hausratversicherungen 21 Tarife mit "gut" abgeschnitten hatten.

Man könnte die Meldung in der Süddeutschen Zeitung (29./30. April/1.Mai) einfach ignorieren, denn ob in Frankfurt ein Würstchen platzt oder die Zeitung Unsinn schreibt, hat in etwa die gleiche Bedeutung. Oder man wehrt sich. Wir haben uns für letzteres entschieden.

Die Meldung geht auf die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zurück (www.verbraucherzentrale.nrw/sieger-siegel). Die hatte sich darüber mokiert, dass bei unserem Test Hausratversicherungen im April 2014 21 Tarife mit Rang 2, also mit "gut", abgeschnitten hatten. Doch dass wir insgesamt über 90 Tarife untersucht hatten, dass es ganz normal ist, wenn 21 davon "gut" sind, und dass 65 auf dem 3. oder 4. Rang ("befriedigend" oder "ausreichend") landeten, verschwieg die Verbraucherzentrale. Denn das hätte nicht zu der Unterstellung gepasst, der Grund für die guten Beurteilungen seien die 700 Euro, die ÖKO-TEST für die Nutzung des Labels "kassiert". Ein Vorwurf, der im Übrigen nicht nur uns traf, sondern auch Finanztest von der Stiftung Warentest, die bekanntlich bis zu 25.000 Euro für die Nutzung des Labels verlangt. Dass eine solche Nonsens-Kritik überhaupt jemand zur Kenntnis nimmt, liegt wohl an der speziellen Rolle der Verbraucherzentralen: Sie werden als hehre Verbraucherschützer ohne eigene Interessen wahrgenommen, obwohl sie – das hat gerade Nordrhein-Westfalen wiederholt unter Beweis gestellt – mit anderen und mit Eitelkeit um das Licht in der Öffentlichkeit rangeln. Aber das ist eine andere Geschichte.

In der Süddeutschen wird nun aus der Unterstellung der Verbraucherzentrale Gewissheit – und zwar ausschließlich in Bezug auf ÖKO-TEST ("Angesichts der Masse an unseriösen Siegeln sollte man Tests genau lesen"), ohne jeden Zusammenhang zu dem eigentlichen Bericht. Der dreht sich um gekaufte Bewertungen im Internet – und die Süddeutsche erweckt wohl nicht zufällig den Eindruck, ÖKO-TEST könne man kaufen, denn direkt über der Meldung heißt es: "Auch große Unternehmen müssen Bewertungen kaufen – auf oft halbseidenem Weg". Solche Ausfälle kommen nicht zufällig, sie haben immer eine Geschichte. So haben wir die Süddeutsche mehrfach, teils öffentlich, teils intern, wegen Fehlern in ihrer Berichterstattung kritisiert. Dafür hat sie sich verschiedentlich "revanchiert".

So hatte das Trend-Büro eine Untersuchung gemacht und vermeldet: "Die größten Vertrauensgewinner sind unabhängige Testinstanzen wie Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST (…) Jeweils 91 Prozent der Befragten geben an, Testinstanzen zu vertrauen (…) Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, WWF oder Foodwatch erreichen 72 Prozent Vertrauenszuspruch". Die Süddeutsche lässt ÖKO-TEST einfach weg und schreibt: "Im Gegensatz dazu verlassen sich immer mehr Menschen auf unabhängige Institutionen wie die Stiftung Warentest und Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie Greenpeace oder Foodwatch". Man könnte so etwas als Nachlässigkeit abtun, wenn es denn ein Einzelfall wäre. Ist es aber nicht.

Völlig absurd wird der Vorwurf, ÖKO-TEST arbeite unseriös, wenn man sich die "Tests" ansieht, die die Süddeutsche veranstaltet. In der Wochenendausgabe 15./16. Oktober 2016 erschien beispielsweise ein Olivenöltest. Den lässt sie eine Frau durchführen, die selbst Olivenöl vertreibt und damit Konkurrentin der getesteten Unternehmen ist. Obendrein leistet sich die Süddeutsche nicht einmal die paar Euro für einen anonymen Einkauf, sondern lässt sich die Öle teilweise noch von den Herstellern zur Verfügung stellen. Da fragt man sich schon, warum Firmen wie Bertolli (0 von 10 Punkten, denn, "Das Öl gefällt mir nicht", so die Testerin) sich das gefallen lassen. Aber vielleicht denken die auch: Ob in Frankfurt ein Würstchen platzt ...

Nachbemerkung: Da wundert es nicht, dass die Süddeutsche nicht zu den Unterzeichnern der Regeln der guten fachlichen Praxis des Testens (https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF/Regel_Gutes_Testen.pdf?__blob=publicationFile&v=3) gehört, die unter Federführung des Bundesjustizministeriums erarbeitet wurden. Sie wurden bislang lediglich von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, c’t (Heise-Verlag) und dem ADAC unterzeichnet.

( oet )


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