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24. August 2016
So duftet die Natur
Anbau, Ernte, Verarbeitung in Handarbeit
Der Aufwand ist höher

Anbau, Ernte, Verarbeitung in Handarbeit

Rosenöl ist eines der teuersten ätherischen Öle. Bei Anbau, Ernte und Verarbeitung der Duftpflanzen ist viel Handarbeit im Spiel. Dies und die große Menge an benötigten Blüten treibt den Preis in die Höhe.
Foto: Chamille White/Shutterstock

Natürliche Parfümrohstoffe sind kostbar: Ein Kilo Jasminöl, hergestellt aus einer Tonne Blüten, kostet um die 8.000 Euro, ein Kilo Rosenöl je nach Qualität und Herkunft bis zu 5.000 Euro. Bei Anbau, Ernte und Verarbeitung der Duftpflanzen spielt Handarbeit immer noch eine große Rolle. Nach dem Sammeln muss den empfindlichen Pflanzen in aufwendigen Verfahren das ätherische Öl entlockt werden, das aus vielen Einzelsubstanzen besteht und für den Wohlgeruch sorgt. Die ätherischen Öle heißen so, weil sie sich so rasch verflüchtigen. Nur wenige Pflanzen produzieren überhaupt dieses Stoffwechselprodukt. Um es einzufangen, wird das Öl oft durch Wasserdampfdestillation bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes gewonnen. Das Prozedere dauert viele Stunden. Es lässt sich zwar mit größerer Hitze und Druck beschleunigen, allerdings erzielt man nicht die gleiche Qualität. Besonders empfindliche Aromen extrahiert man durch Fette in einem arbeitsintensiven Verfahren, das Enfleurage genannt wird. Der so gewonnene Duft wird als Absolu de Chassis bezeichnet und ist besonders wertvoll.

Mit größerem Aufwand als eine synthetische Rezeptur ist auch die Zusammenstellung eines Naturdufts verbunden. Denn die "Nasen", wie die Parfümeure genannt werden, haben in der Naturkosmetik weniger Zutaten zur Verfügung als ihre Kollegen, die sich für konventionelle Parfüms des gesamten Spektrums der Aromaindustrie bedienen können. Dafür allerdings sind die Naturaromen komplexer und haben mehr Tiefe. So enthält allein ein Rosenöl 400 verschiedene Verbindungen. Das macht es allerdings auch komplizierter, natürliche Zutaten so zu kombinieren, dass sie ein harmonisches Ganzes bilden, beziehungsweise "zueinanderfinden", wie Jean-Claude Richard das ausdrückt. Mehrere Monate, manchmal auch ein Jahr dauert deshalb die Neuentwicklung eines Duftwassers.

Trotz allem sind Naturparfüms meist billiger als die Flakons von Edelmarken wie Chanel, Boss & Co. Und das, obwohl die konventionelle Duftindustrie preiswerter produzieren kann. So kostet ein Kilo Rosenduft, der im Labor naturidentisch nachgebaut wurde, nur 60 bis 70 Euro. Industriell hergestellte Parfüms bestehen hauptsächlich aus Wasser, Alkohol und synthetisch hergestellten Riechstoffen. Der reine Parfümanteil in einer 100-Milliliter-Flasche, die 50 Euro kostet, ist oft nur 50 bis 70 Cent wert, verriet der renommierte Duftentwickler Thorsten Biehl ÖKO-TEST schon vor ein paar Jahren. Was bei den industriellen Odeurs ins Geld geht, sind hohe Handelsmargen, edle Aufmachung und insbesondere die Werbung – gern mit Hollywoodprominenz.



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  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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