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Stilltees
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Stilltees

Damit es mit dem Stillen klappt, greifen viele Mütter auf Stilltees zurück. Aber sind diese Kräutertees wirklich zu empfehlen? Unser Test zeigt: Die Unterschiede sind deutlich.

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Das Angebot für sogenannte Stilltees ist riesig. Diese Tees kennzeichnet eine bestimmte Zusammensetzung verschiedener Kräuter und Samen. So sind in allen von ÖKO-TEST getesteten Stillteemischungen Fenchel und Kümmel enthalten, Anis und Melisse in den meisten. Auf vielen Verpackungen werben die Anbieter mit der Aussage "unterstützt die Milchbildung". Dass Fenchel, Anis und Kümmel dazu beitragen, den Milchbildungsprozess anzuregen, wird seit vielen Jahren überliefert - wissenschaftlich belegt ist dies allerdings nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweist darauf, dass diese Tees möglicherweise einen Placeboeffekt haben und lediglich die Flüssigkeitszufuhr der Stillenden erhöhen. Denn ausreichend Flüssigkeit ist wichtig in der Stillzeit. Wir wollten wissen, wie die Qualität von Tees ist, die explizit für stillende Frauen ausgelobt sind. Dafür haben wir 15 verschiedene Stilltees ins Labor geschickt und sie untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Unter den Stilltees gibt es klare Sieger und Verlierer. Während sechs Tees "mangelhaft" oder "ungenügend" sind, können wir glücklicherweise aber auch sieben Teemischungen empfehlen, die die Bestnote erhalten.

An den großen Unterschieden sind die Pyrrolizidinalkaloide (PA) schuld. Denn die Werte, die das beauftragte Labor gefunden hat, sind teilweise so hoch, dass sie den Richtwert des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) um ein Vielfaches überschreiten. Dafür kann es nur ein "mangelhaft" geben. PA sind eine Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, die viele Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden bilden. Diese Pflanzen können unter anderem als Beikräuter in die Stilltees gelangen. Beim Menschen gelten PA als leberschädigend und krebserregend.

Erfreulich: Kein Tee überschreitet die Höchstmenge an Nitrat laut Trinkwasserverordnung. Diese wird herangezogen, da es keine gesetzlichen Höchstwerte speziell für Tees gibt. Frei von Nitrat sind allerdings nur drei Tees (Alnatura, Hipp und Lebensbaum). N Im Körper kann Nitrat sich teilweise in Nitrit umwandeln, woraus wiederum krebserregende Nitrosamine entstehen können.

Pestizidfrei? Nein, obwohl man das vermuten könnte, da 13 der 15 getesteten Stilltees Bio-Produkte sind. In zwei Dritteln der Tees wies ein Labor allerdings zumindest Spuren von verschiedenen Pestiziden nach. Insgesamt ist es bei Kräutermischungen schwierig zu analysieren, welche Zutat mit dem Pestizid belastet ist. So kann sich beispielsweise ein hoher Pestizidgehalt im Fenchel durch die anderen Zutaten verdünnen, und es werden nur noch Spuren im gesamten Tee gefunden. Oder aber alle Zutaten im Tee sind gleichmäßig nur geringfügig belastet. Drei Stilltees weisen jedoch Werte der Pestizide Fenpropidin (H&S Bio Stilltee für Mütter, Beutel und Sidroga Bio Stilltee für die Mutter, Beutel) oder Cypermethrin (Medesign Stilltee, Pulver) auf, die mehr als 20 Prozent der EU-Höchstmenge für Kräutertees ausschöpfen. Dafür gibt es eine Note Abzug.

Strenger sind wir mit der Bewertung, wenn Pestizide in Bio-Produkten nachgewiesen werden. Ausschlaggebend für eine Abwertung ist das Überschreiten des BNN-Orientierungswertes für Pestizide. Dieser liegt bei 0,01 mg/kg und bezieht sich auf das Ausgangsprodukt. Bei den Tees von H&S und Sidroga wirkt sich das auf das Gesamturteil aus.

So reagierten die Hersteller

Weleda erklärte, dass der Gehalt an Pyrrolizidinalkaloide in einer Charge eines Tees schwanken könne. Nach der Erstveröffentlichung schickte uns die Firma ein Analyseergebnis zu einer Bulkware, die in unsere abgefüllte Charge eingeflossen sei. Dieses Untersuchungsergebnis liegt unter unserer Abwertungsgrenze.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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