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13. September 2010
Staatlich geförderte Altersvorsorge
Viele Pluspunkte
Viele Pluspunkte

Auch Betriebsrenten werden portabel

Unkompliziert und transparent: Das angelegte Geld wächst auf dem Vorsorgekonto kräftiger und schneller als bei jedem anderen ungeförderten Sparvertrag.


Zudem soll die Möglichkeit geschaffen werden, alle bestehenden Altersvorsorgeverträge kostengünstig in das Vorsorgekonto zu überführen. Dazu können die Verträge aufgelöst und die Sparguthaben auf dem Vorsorgekonto angelegt werden. Sofern der Vertrag den Rahmenbedingungen des Kontos entspricht, ist aber auch die Fortführung im Rahmen des Vorsorgekontos möglich. Die Verbraucherkommission macht sich nämlich ebenso wie die EU-Kommission für einheitliche Vorschriften bei allen Vorsorgeprodukten für Privatanleger stark. So sollen Verträge, die auf dem Vorsorgekonto verwaltet werden können, nicht nur kostengünstig und transparent sein. Alle auf den Sparer zukommenden Kosten müssen einfach und verständlich offen ausgewiesen werden. Dazu gehören auch Storno-, Freistellungs- und Anbieterwechselkosten. Nicht offen ausgewiesen Kosten müssen Sparer dagegen nicht bezahlen. Zudem dürfen die Vertragskosten nicht ausufern. Die Kommission plädiert daher insgesamt für eine Kostendeckelung. Das gleiche würde für die Sterbetafel bzw. den Verrentungsfaktor gelten, mit dem das angesparte Kapital zu Rentenbeginn in eine lebenslange Rente oder einen lebenslangen Auszahlplan umgerechnet wird. Da das Vorsorgekonto allen Bürgen offen steht, könnte die Lebenserwartung aller Deutschen zugrunde gelegt werden, wie sie das statistische Bundesamt erwartet. Die Folge wären spürbar höhere Monatsrenten für jeden Kontoinhaber.

Weiteres Plus des Vorsorgekontos: Arbeitnehmer können hier auch ihre Ansprüche auf Betriebsrente aus Entgeltumwandlung verwaltet lassen. Damit würden auf einen Schlag alle Probleme entfallen, die derzeit bei einem Arbeitgeberwechsel entstehen. Denn die Beschäftigten haben zwar das Recht, das angesparte Kapital aus der selbst finanzierten Betriebsrente zum neuen Arbeitgeber mitzunehmen. Doch nicht selten zwackt schon die Direktversicherung oder Pensionskasse des alten Arbeitgebers einen Teil davon für Provisionen ab. Schlimmstenfalls bittet das Versorgungswerk im neuen Betrieb den Mitarbeiter noch mal zur Kasse. Kurz: Der Wechsel kann unter Umständen einen erklecklichen Teil der Versorgungsansprüche aufzehren.

Beim Vorsorgekonto ist das anders: Hier kann der Mitarbeiter das seinen alten Vertrag unverändert fortführen. Damit entspricht das Vorsorgekonto auch den Wünschen der Europäischen Kommission, die in ihrem neuen Grünbuch für europäische Pensions- und Rentensysteme auch Vorschläge für einen persönlichen Pensionsplan mit europaweit einheitlichen Zertifizierungsstandards diskutiert.



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Inhaltsverzeichnis

» Übersicht
» Zögernde Abschlüsse - Lange Mängelliste bei Riester-Produkten
» Tricksereien - Suche nach passender Riester-Rente gleicht Lotterie
» Intransparenz inklusive - Zu wenig Informationen über Kosten
» Verpuffte Förderung - Immer weniger Leistung bei Fondstarifen
» Hohe Verwaltungskosten - Viele Anbieter zocken kräftig ab
» Schlimmes Erwachen - Weniger Rente als versprochen
» Überarbeitung erforderlich - Übervorsichtige Kalkulation bringt Milliarden
» Altersvorsorgekonto - Ein Konto für alles
» Viele Pluspunkte
» Glossar - Die verschiedenen Altersvorsorgemöglichkeiten

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.


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