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ÖKO-TEST April 2015
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ÖKO-TEST April 2015
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Wenn man nach einer Studie der Universität Göttingen geht, dann sollten Kühe im Sommer auf der Weide stehen. Das wünschen sich zumindest die meisten der 1.000 Verbraucher, die im Juli 2013 nach ihren Präferenzen beim Milcheinkauf befragt wurden. Demnach nannte gut die Hälfte Weidehaltung als wichtigstes Argument für die Kaufentscheidung, während Regionalität, ein niedriger Preis oder die Bio-Erzeugung als weniger wichtig erachtet wurden. Lediglich die gentechnikfreie Fütterung lag noch weiter vorn in der Käufergunst. Gefragt danach, ob die Verbraucher bereit seien, für Weidemilch mehr auszugeben, ergab sich ebenfalls ein positives Bild. Selbst Konsumenten, die normalerweise konventionell kaufen, würden etwas mehr bezahlen. Fazit der Wissenschaftler: Weidemilch hat ein deutliches Marktpotenzial.

Dass Weidemilch kein Exot sein muss, zeigt der Blick in einige unserer Nachbarländer. In Dänemark etwa macht Weidemilch bereits 20 Prozent der verkauften Frischmilch aus und in den Niederlanden stehen schon heute rund 80 Prozent der Kühe auf der Weide, schätzen Experten. Doch auch hierzulande haben sich erste Molkereien an das Thema herangewagt und entsprechende Produkte auf den Markt gebracht, allen voran der europäische Molkereikonzern Arla Foods, besser bekannt unter den Marken Arla und Hansano, sowie die Molkereien Ammerland und Schwarzwaldmilch.

Die Diskussion, wie Weidemilch erzeugt werden soll, ist aber längst nicht abgeschlossen. So hat etwa das Land Niedersachsen ein Programm zur Förderung der Weidehaltung aufgelegt, das den Trend zu immer mehr Stallhaltung stoppen soll. Ziel ist weiterhin, einen verbindlichen Standard für Weidemilch zu entwickeln, sagt Dr. Arno Krause, der das Projekt leitet. Allerdings wolle man den Standard so moderat definieren, dass ihn die Mehrheit der Landwirte mittragen kann. Szenarien, wie man sie aus Irland kennt, wo Milchkühe das ganze Jahr auf der Weide stehen, aber nur 3.000 bis 4.000 Liter Milch pro Jahr geben, seien in Deutschland nicht wirtschaftlich. Krause begründet das damit, dass der Verbraucher am Ende doch nicht bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen. Zudem seien das Labeling und die Kontrollen mit Mehrkosten verbunden. Nur konsequent ist da die Empfehlung von Krause, den Frischgrasanteil durch Weidegang auf 30 Prozent zu begrenzen. So bleibt genügend Spielraum, die Kühe durch zusätzliche Mais- und Kraftfuttergaben zu höheren Milchleistungen anzutreiben. Der Durchschnitt liegt in Deutschland bei rund 7.400 Litern pro Jahr, aber auch 10.000 Liter und mehr sind keine Seltenheit. Die Hochleistungsproduktion geht dabei nicht unbedingt zulasten der Tiergesundheit, wissen Experten. Erkrankungen würden sich vor allem in schlecht geführten Betrieben häufen.



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Inhalt

» Wenn man nach einer Studie der Universität Göttingen ...
» Eine verbreitete Leitlinie, wie ein ...
» Andererseits stellt sich die Frage, ob es ...
» Weidemilch sollte mehr grünfuttertypische ...
» Heumilch überzeugt. Alle fünf Proben enthalten ...
» Vertriebsgebiet zu groß. Milch gehört zu den ...
» Kompakt - Von der Weide bis zum ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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