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ÖKO-TEST September 2014
Test
Regenjacken, Kinder
Wieder nasskalt erwischt
Regenjacken, Kinder

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ÖKO-TEST September 2014
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Der junge Vater geht etwas verwirrt in der Kinderabteilung zwischen Kleiderständern mit Kinderregenjacken hin und her. Die Kinder, vier und sechs Jahre alt, lärmen. Für die nächsten Tage droht Dauerregen, eine schnelle Entscheidung muss her.

Wer das auch schon so oder ähnlich erlebt hat, weiß, was dem hilflosen Elternteil in diesem Augenblick alles durch den Kopf geht: So viele Jacken! Auf Nummer sicher gehen und die teure kaufen? Oder das Kind selbst nach Farbe oder Muster entscheiden lassen? Müssen Kinder bei Regen wirklich auf den Spielplatz? Eins nach dem anderen.

Regenjacken haben bei ÖKO-TEST eine unrühmliche Geschichte. Als wir sie 2001 zum ersten Mal testeten, fielen von 16 Kinderregenjacken mehr als die Hälfte durch, acht davon mit "ungenügend". Sie waren mit vielen Schadstoffen belastet - von Anilin bis zu diversen zinnorganischen Verbindungen, von denen einige in Textilien und anderen Verbraucherprodukten inzwischen verboten sind.

Nächster Versuch: 2005. Wir hofften seinerzeit, die Hersteller hätten aus den katastrophalen Testergebnissen gelernt. Aber leider: Fehlanzeige. Unabhängig von Preis oder Marke fielen elf von 14 Jacken mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Blei, Chrom, Phthalate und PVC waren auch wieder mit dabei.

Schließlich untersuchten wir 2010 nochmals Kinderregenjacken. Es wurde noch schlimmer: Diesmal betrug die Durchfallquote 100 Prozent. Alle dreizehn Jacken wurden aufgrund der enthaltenen Schadstoffe mit "ungenügend" benotet.

Warum ist es so schwer, eine Regenjacke herzustellen, die frei von Schadstoffen ist? Das liegt an den Produktionsmethoden und an den Materialien, die eingesetzt werden, um die erwarteten Eigenschaften zu liefern: Wasserdicht und atmungsaktiv soll die Kinderregenjacke sein, thermoregulierend, hellleuchtend, schmutzabweisend, flammhemmend und möglichst auch noch strapazierfähig und leicht.

Im Bestreben das zu ermöglichen, werden von den Herstellern die Materialien chemisch so behandelt, dass sich letztlich viele Rückstände in den Jacken wiederfinden. Denn alle diese Funktionen gleichzeitig konnte die frühere traditionelle Regenkleidung nicht bieten, weder der seit Jahrhunderten als Regenschutz genutzte gewalkte Lodenstoff, das von Seeleuten erfundene Ölzeug oder die später weitverbreitete vulkanisierte Kautschukkleidung. Erst mit dem PVC ging es richtig los, weg von den Naturfasern hin zur heutigen chemischen Funktionstextilie. Und es kamen immer mehr Substanzen im Produktionsprozess dazu, die die Umwelt und den Menschen gleichermaßen belasten.



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Inhalt

» Der junge Vater geht etwas verwirrt in der ...
» Die letzte große Innovation liegt inzwischen ...
» Die Anbieter selbst geben sich bescheidener und ...
» In der Celavi Regenjacke wurden 7.000 mg/kg Blei ...
» So reagierten die Hersteller - Unser ...
» Detlef Sielaff, Lebensmittelchemiker, ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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