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ÖKO-TEST Januar 2014
Test
Körperlotionen, trockene Haut
Konservativ
Körperlotionen, trockene Haut

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ÖKO-TEST Januar 2014
» Produkte anzeigen (25)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ M1401 ] anzeigen

Sie wollen die Kosmetikwelt verbessern: Mehr als 80.000 Menschen haben sich inzwischen auf der Onlineplattform Change.org dafür eingesetzt, dass Beiersdorf zukünftig in allen Nivea-Produkten auf Parabene verzichtet. Verbraucher machen sich Sorgen um die Nebenwirkungen dieser Konservierungsstoffe. Bestimmte Vertreter - wie Propyl- und Butylparaben - stehen unter Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Im Tierversuch wurde nachgewiesen, dass sie sich negativ auf die Fortpflanzung auswirken. ÖKO-TEST kritisiert die bedenklichen Parabene deshalb seit Langem. Konventionelle Hersteller setzen Parabene und andere Konservierungsmittel ein, um Lotionen und Co. vor Keimen zu schützen. Sie sollen Bakterien, Hefen und Schimmel töten oder zumindest verhindern, dass sie sich munter vermehren. Klar ist: Kosmetika, die wie Körperlotionen viel Wasser enthalten, müssen konserviert werden. Doch es geht auch ohne problematische Hilfsmittel.

Vorbild der Beiersdorf-Petition ist eine Onlinepetition gegen Parabene bei Penaten. Das Unternehmen Johnson & Johnson hat inzwischen zugesagt, dass es in Zukunft bei Babypflegeprodukten auf Parabene verzichtet. Womöglich haben auch Pläne der Europäischen Kommission eine Rolle gespielt. Diese arbeitet daran, Propyl- und Butylparabene in Kosmetikprodukten für Kinder unter drei Jahren zu verbieten. Das gilt für Produkte, die auf der Haut bleiben und für den Windelbereich gedacht sind. Für Erwachsene bleiben diese bedenklichen Parabene wohl in Zukunft erst einmal erlaubt. Für fünf andere plant die Kommission ein komplettes Verbot, davon spielt in der Kosmetik nur Isobutylparaben eine Rolle.

Der ein oder andere Kunde lässt inzwischen die Körperlotion mit Parabenen lieber im Laden stehen. "Ohne Parabene" ist ein Kaufargument geworden. Manche Hersteller bewerben ihr Produkt deshalb als frei von Parabenen. Keine Lösung ist es jedoch, stattdessen andere problematische Konservierungsmittel einzusetzen. Wie das Kontaktallergen Methylisothiazolinon, das zu Gesichts- oder Handekzemen führen kann. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), ein Netzwerk von Hautkliniken, das diagnostizierte Fälle auswertet, hat 2012 bei 6,02 Prozent der Patienten eine allergische Reaktion auf Methylisothiazolinon festgestellt, 2009 waren es nur 1,94 Prozent. Vor allem sind heute mehr Frauen betroffen. "Bei keinem anderen Kontaktallergen haben wir eine derartige geradezu epidemische Zunahme der Sensibilisierungen gesehen", sagt Professor Axel Schnuch, Leiter des IVDK. Wie das Konservierungsmittel einzuschätzen ist, hängt auch vom Produkt selbst ab. "Prinzipiell sind wir durchweg der Meinung, dass Methylisothiazolinon nicht mehr in Produkten, die auf der Haut bleiben, sogenannte Leave-on-Produkte, eingesetzt werden sollte. Hingegen dürfte der Einsatz in zum Beispiel Shampoos, sogenannten Rinse-off-Produkten, unproblematisch sein."



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» Sie wollen die Kosmetikwelt verbessern: Mehr als ...
» Vielleicht bewegt sich etwas auf europäischer ...
» Bei Naturkosmetiklabels wie dem BDIH- und ...
» Kritisch konserviert. Wir haben in insgesamt ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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