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ÖKO-TEST September 2013
Test
Sitzsäcke, Kinder
Es steht schlecht
Sitzsäcke, Kinder

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ÖKO-TEST September 2013
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Denn Styrol ist gesundheitlich bedenklich, wenn man es einatmet. Die Styrolmonomere sind relativ fest eingeschlossen, gasen aber mit der Zeit aus. Im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung Reach wurde der Stoff neu bewertet. Danach kann er vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen, außerdem können Schäden an Hörorganen auftreten. Ausgasendes Styrol reizt zudem Augen und Haut. Die vorliegenden Daten waren jedoch nicht ausreichend, um einen Krebsverdacht zu bestätigen. Wenn Styrol entweicht, können Geruchssensible das schon bei relativ geringen Mengen riechen.

Da Polystyrol brennbar ist, muss der Schaumstoff bei Dämmstoffen mit Flammschutzmitteln ausgerüstet werden, um die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. In einigen Ländern wird das auch für Polstermöbel gefordert. Zum Einsatz kommt bisher das äußerst problematische bromierte Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Unter Reach wurde der Stoff 2008 als besonders besorgniserregend eingestuft, weil er PBT ist: persistent, bioakkumulierend und toxisch, das heißt besonders gefährlich für die Umwelt, weil er sich dort dauerhaft anreichert. Im Mai 2013 wurde HBCD durch die UN-Chemikalienkonferenz in die Stockholmer Konvention für persistente organische Schadstoffe (POPs) aufgenommen. Ein weltweites Verbot tritt damit nach einer einjährigen Übergangszeit 2014 in Kraft, wahrscheinlich im September. HBCD ist ein langlebiges Umweltgift, das sich im Menschen und anderen Organismen anreichert. Es steht zudem im Verdacht, fortpflanzungsschädlich zu sein.

In den Sitzsäcken haben das Flammschutzmittel und Styrolüberbleibsel ebenso wie weitere Schadstoffe nichts zu suchen. Um ganz sicher zu sein, schickten wir zwölf Sitzsäcke für Kinder in die Labore und ließen sowohl die Polystyrolfüllung als auch den Bezug prüfen.



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Inhalt

» Nicht steif auf dem Stuhl sitzen, sondern sich bequem ...
» Denn Styrol ist gesundheitlich bedenklich, wenn ...
» Das Testergebnis - Das ist alles andere ...
» So reagierten die Hersteller ...
» Ikea teilte uns mit, dass sie daran arbeiten, ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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