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Ratgeber Essen 12:2013 mit CD
Test
Glyphosat in Getreideprodukten
Auf die Spritze getrieben
Glyphosat in Getreideprodukten

Ratgeber Essen 12:2013 mit CD
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Wir wollten wissen, ob solche Rückstände auch noch in Produkten stecken, die schon im Ladenregal liegen, und falls ja, in welcher Höhe das Pestizid zu finden ist, Daher schickten wir im Sommer 2012 20 Proben ins Labor.

Das Testergebnis

Unglaublich, aber wahr: Glyphosat war in fast drei viertel der Produkte nachweisbar. Dabei sind vier von fünf Weizenmehlen, acht von zehn Körnerbrötchen und zwei von fünf Getreideflockenprodukten betroffen.

Orientiert man sich an den erlaubten Rückstandshöchstmengen, dann handelt es sich bei den Gehalten durchweg um Spuren. Die Werte, die das Labor fand, bewegten sich zwischen 0,017 mg/kg und 0,12 mg/kg. Allerdings: Die Höchstmenge für Weizen, der kurz vor der Ernte mit Glyphosat behandelt werden darf, beträgt sage und schreibe 10 mg/kg. Zum Vergleich: Pflanzen, für die diese Vorerntebehandlung nicht erlaubt ist, dürfen maximal 0,1 mg/kg Glyphosat enthalten. Einmal mehr kommt der Gesetzgeber an dieser Stelle also der konventionellen Landwirtschaft und ihren umstrittenen Methoden entgegen. Und auch, wenn die von unserem beauftragten Labor gefundenen Glyphosatmengen gering sind: Als Grundnahrungsmittel werden Getreideprodukte jeden Tag in größeren Mengen gegessen.

Glyphosat übersteht den Backprozess - auch das war bislang unbekannt. Die Nachweise in den Brötchen zeigen, dass das Herbizid durchaus bei Backtemperaturen stabil bleibt. Insofern sind wahrscheinlich auch Brot, Gebäck und weitere Backwaren mit Glyphosatspuren verunreinigt.

Bislang stand vor allem eine mögliche Belastung von Brotgetreide im Fokus. In unserem Test wurde der Stoff aber auch in den Gut & Günstig Haferflocken, kernig sowie im Müsli von Seitenbacher gefunden, das zu großen Teilen aus Weizenvollkorn- und Hafervollkornflocken besteht. Die eingekauften Körnerbrötchen enthalten zudem Ölsaaten - in der Regel Leinsamen und Sonnenblumenkerne. Auch diese können zum Nachweis von Glyphosat beigetragen haben. Denn beide Pflanzen dürfen vor der Ernte noch gespritzt werden.



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Inhalt

» Marion Hahn ärgert sich: Seit die Äcker und Weinberge ...
» Andere Wissenschaftler wie die Biologin Dr. ...
» Wir wollten wissen, ob solche Rückstände auch ...
» Höhere Belastung von Vollkorn? Diese Frage lässt ...
» Zusatzstoffe verstärken die Giftigkeit ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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