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Spezial Ausstattung
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Babyfone gehören fast schon zur Grundausstattung von Familien mit Kleinkindern. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Varianten und Preisklassen. Doch die meisten Geräte erzeugen beträchtlichen Elektrosmog und können so zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Schäden beitragen. Sobald ein Gerät mit dem Stromnetz verbunden wird, entstehen elektrische Wechselfelder. Hinzu kommen magnetische Felder, wenn es eingeschaltet wird und Strom fließt.

Früher sendeten alle Geräte nonstop, was ÖKO-TEST heftig kritisiert. Mit der Zeit aber kamen immer mehr Modelle auf den Markt, die man so einstellen konnte, dass sie ausschließlich sendeten, wenn das Baby brüllte. Doch dann wurde eine neue Technik entwickelt, die Störungen eliminieren, die Privatsphäre schützen und eine größere Reichweite garantieren soll: Digital Enhanced Cordless Telecommunications, kurz DECT.

DECT-Babyfone arbeiten mit gepulsten hochfrequenten Mikrowellen - und das als Dauersender. Trotz aller Kritik scheinen sie sich zunehmend auf dem Markt zu etablieren. Ein Skandal, wenn man bedenkt, dass gepulste Strahlung das biologische Risiko - unter anderem auch das Krebsrisiko - zusätzlich erhöhen kann. Wie bei chemischen Schadstoffen auch ist bei Elektrosmog davon auszugehen, dass Kinder stärker gefährdet sein könnten als Erwachsene.

Insgesamt 16 Babyfone hat ÖKO-TEST eingekauft und deren Strahlung messen lassen. Darüber hinaus haben wir sie einem umfangreichen Praxistest unterzogen.

Das Testergebnis

Fast die Hälfte der Geräte ist "mangelhaft" oder "ungenügend". Das liegt vor allem an der DECT-Technologie. DECT-Babyfone arbeiten mit gepulsten hochfreqenten Mikrowellen - und das in den meisten Fällen als Dauersender. Nur bei zwei DECT-Modellen mit einer Eco-Mode-Funktion, dem Audioline Baby Care 6 Eco Zero und dem NUK Eco Control+ Babyphone, DECT 267 LCD von der Firma Mapa, lässt sich die Dauerstrahlung abschalten. Studien ergaben, dass gepulste Strahlung unter anderem die Hirnströme verändern und das Krebsrisiko erhöhen kann. Dass es ohne deutlich besser geht, beweisen die vier "sehr guten" analogen Geräte im Test.

Etliche Hersteller werben mit "Eco-Mode" oder "strahlungsarm". In Wirklichkeit ist davon oft wenig zu spüren. So wurde trotz aktivierter Funktion des Eco-Modus beim Audioline Baby Care 6 Eco Zero noch in zwei Metern Abstand zum Sender eine elektromagnetische Strahlungsstärke von 4.900 Mikrowatt pro Quadratmeter gemessen und beim Topcom Babytalker 3500 SEDS Digital Babyphone 3.000 Mikrowatt pro Quadratmeter. Schon ab einem Wert von 100 Mikrowatt pro Quadratmeter sind aber biologische Effekte nachweisbar. Aktiviert man beim NUK Eco Control+ Babyphone, DECT 267 LCD und beim Philips Avent SCD 525 DECT Babyphone den Eco-Modus, wird die Strahlung zwar etwas reduziert, aber so minimal, dass die Funkbelastung in einem Meter Abstand noch weit mehr als 100 Mikrowatt pro Quadratmeter beträgt.

Mehr als ein Drittel der Produkte erzeugt noch in einem Meter Abstand mehr elektrische Wechselfelder als die schwedische TCO-Norm für Computerarbeitsplätze in 30 Zentimetern Abstand erlaubt.

Eine Reichweitenkontrolle ist auf den ersten Blick eine nützliche Zusatzfunktion. Leider wird das Abfragesignal ständig in kurzen Intervallen ausgesendet. Die Folge: zusätzlicher Elektrosmog.

Sieben Babyfone lassen sich nicht so einstellen, dass sie leise Geräusche wahrnehmen. Das kann wichtig sein, wenn ein Kind krank ist und Eltern schon kleine Seufzer hören wollen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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