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ÖKO-TEST März 2013
TestPedelecs
Fahr lässig!
Pedelecs

Pedelecs werden immer beliebter. Doch Qualität hat ihren Preis. In unserem umfangreichen Praxistest entpuppten sich vor allem die günstigeren Modelle als echtes Sicherheitsrisiko. Beim Härtetest gingen Felgen und Speichen zu Bruch, bei einem Modell riss sogar das Sitzrohr an. Mit den Rädern von Kalkhoff und Daimler gibt es aber richtig "gute" Alternativen.


Radeln mit eingebautem Rückenwind - was früher ein auf langen Touren und Berganstiegen fromm dahin gejammerter Wunsch war, ist mit dem Pedelec Realität geworden. Die Fahrräder mit elektrischer Unterstützung machen die anstrengenden Seiten des Radfahrens deutlich entspannter. Anfahren, Steigungen und Gegenwind bringen einen nicht so aus der Puste oder ins Schwitzen. Wer in die Pedale tritt, bekommt durch die Unterstützung des eingebauten Elektroantriebs gleich noch mehr Schwung.

Klar: Aus sportmedizinischer Sicht ist ein normales Rad für halbwegs fitte Leute die bessere Variante - ein Pedelec kann auch dazu verleiten, immer tretfauler zu werden. Aber bei untrainierten oder gesundheitlich eingeschränkten Menschen sind Pedelecs eine praktische Lösung.

Auch Berufspendler sind zunehmend auf dem Elektrorad unterwegs - schneller als mit dem Fahrrad und vor allem schweißfrei. Zwischen 20 und 30 Kilometer schafft man mit einem Pedelec bequem in einer Stunde. Einmal volltanken kostet ungefähr so viel Strom wie das Kochen einer Kanne Kaffee. Die Deutsche Post hat deshalb seit 2001 Pedelecs im Einsatz. Bei BASF sollen sie nach und nach rund 1.500 Mofas aus der Betriebsfahrzeugflotte ersetzen. In Bremen waren einige Pflegedienste nach einer ausgiebigen Testphase so begeistert von ihren Pedelecs, dass sie sich gleich mehrere davon angeschafft haben.

Mit Pedelecs lässt sich inzwischen richtig Geld verdienen. Nach Angaben des Verbands der Zweiradindustrie wurden 2005 gerademal 40- bis 50.000 Pedelecs in Deutschland verkauft, 2012 waren es bereits rund 400.000. Tendenz steigend. Heute hat fast jeder Fahrradhersteller Pedelecs im Programm. Die Antriebstechnik holt man sich von außen, etwa von Panasonic, Bosch oder Sanyo.

Doch genau da liegt der Hase im Pfeffer: Entwicklungstechnisch steckt die Elektroradbranche noch in den Kinderschuhen. "Es gibt nur wenige Hersteller, die das Pedelec als eigenes Konzept sehen, bei dem Rad, Antrieb und Akku aufeinander abgestimmt sei müssen", kritisiert der Fahrradsachverständige Ernst Brust. Einfach ein "normales" Fahrrad mit Motor ausstatten, reicht aber nicht, denn Pedelecs sind schwerer und kommen schneller in Fahrt. "Untersuchungen zeigen, dass die Belastung auf Bauteile wie Rahmen und Gabel deutlich höher ist als beim normalen Fahrrad", so Brust.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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