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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2013
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Stillkissen und Stillkissenbezüge
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Stillkissen und Stillkissenbezüge

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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2013
» Produkte anzeigen (30)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1301 ] anzeigen

Stillen will gelernt sein - nicht immer klappt es auf Anhieb. Was Müttern gerade am Anfang zu schaffen machen kann, sind etwa Nackenverspannungen. Oder das Kind wird nicht richtig gehalten und es kann zu wunden Brustwarzen kommen. "Das Stillen klappt auch ohne Kissen. Wichtig ist der Bauch-an-Bauch-Kontakt", sagt Kinderkrankenschwester Christiane Dornheim, die einen offenen Still- und Säuglingsberatungstreff im Geburtshaus Frankfurt/Main leitet. Wenn das Stillen sehr lange dauert, kann aber ein Lagerungskissen als Stütze im Rücken der Mutter oder unter das Kind geschoben helfen, rät Dornheim. Doch auch Schwangere können Stillkissen für eine entspannte Seitenlage beim Schlafen nehmen. Nur im Kinderbett und -wagen haben solche Kissen gar nichts zu suchen, weil sie den Luftaustausch um das Baby herum behindern können.

Wir haben 15 Stillkissen und passende Bezüge eingekauft und zu einem Schadstoffcheck in die Labore geschickt.

Das Testergebnis

Zehn Stillkissen gehen mit "sehr gut" und "gut" aus dem Test. Bei den Stillkissenbezügen schneiden zwölf Produkte mit "sehr gut" und "gut" ab, nur der Sterntaler Bezug Maus Maxi ist "ungenügend".

Im Stillkissen von Corpomed wurde Styrol nachgewiesen. Aus dem Ausgangsstoff Styrol werden Styropor und letztendlich die Schaumstoffperlen gemacht, die in vielen Kissen als Füllmaterial stecken. Solche Rückstände sind durch eine sorgfältige Herstellung vermeidbar und lassen sich durch eine thermische Nachbehandlung ausgasen. Im gleichen Produkt haben die Labore auch problematische polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gefunden.

Bei den Stillkissen von Julius Zöllner und Chicco monieren wir giftige zinnorganische Verbindungen. Diese werden beispielsweise als Stabilisatoren für Kunststoffe verwendet. Aus dem Chicco Stillkissen Boppy Pillow löste sich das Halbmetall Antimon. Es kann die Haut und Schleimhäute reizen.

Alternative Füllungen aus Getreideschalen oder -spelzen können für Allergiker und allergiegefährdete Menschen problematisch sein, wenn aus dem Kissen Teilchen mit Al-lergiepotenzial wie Pilzsporen, abgestorbene Pilze oder Bakterien in die Raumluft übergehen. Der Innen- und Außenbezug stellt nämlich für diese winzigen Teilchen keine Barriere dar. Im Mudis Stillkissen Hirseschalen, im Speltex Stillkissen sowie in der Prolana Dinkelschlange stecken erhöhte Mengen an Bakterien und Pilzen. In der Prolana Dinkelschlange und dem Mudis Stillkissen Hirseschalen wurde zudem eine erhöhte Belastung mit lebensfähigen Pilzen, die Toxine und Sporen bilden können, nachgewiesen. Diese geringe Vorbelastung kann besonders dann zu einem Problem werden, wenn das Kissen feucht wird und anschließend nicht ordentlich gelüftet und getrocknet wird. Spritzgifte steckten in keiner Getreidefüllung.

Bei vielen Stillkissenbezügen sind umstrittene halogenorganische Verbindungen und/oder optische Aufheller das Problem. Die Weißmacher stecken teilweise in den Etiketten, in einigen Bezügen sind sie jedoch im Oberstoff, im Druck oder in der Applikation vorhanden. Sie können mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und in Zusammenhang mit Sonnenstrahlen die Haut reizen. Im Sterntaler Bezug Maus Maxi analysierten die beauftragten Labore zudem den krebsverdächtigen Farbstoffbaustein Anilin im blauen Stoff der Applikation.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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