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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013
Test
Sonnenschutzmittel
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Sonnenschutzmittel

Beim Eincremen sollte man nicht geizen. Es lohnt sich aber, das richtige Mittel auszuwählen, denn die Unterschiede in Bezug auf problematische Inhaltsstoffe sind enorm und die teuren nicht unbedingt die besten.

ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013
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Sonnenschutzmittel gehören zu den wenigen Kosmetikprodukten, die der Mensch unbedingt braucht. ÖKO-TEST empfiehlt seit Jahren Sonnenschutzmittel mit mineralischen statt chemischen UV-Filtern, weil von einigen chemischen Filtern hormonelle Wirkungen bekannt sind, die Sicherheit von anderen in diesem Punkt noch schlecht erforscht ist. Wer chemische UV-Filter meiden wollte, musste früher allerdings einen starken Weißeffekt in Kauf nehmen, da die mineralischen Filter nicht in die Haut einziehen, sondern die Strahlung schon vorm Eindringen in die Haut an der Oberfläche reflektieren sollen.

Inzwischen haben die Naturkosmetikanbieter den Anwendungskomfort aber deutlich besser im Griff. Die meisten Produkte sind zwar trotzdem sichtbarer auf der Haut als viele konventionelle, aber dies deutlich weniger als früher.

Wir wollten wissen, welche Sonnenschutzmittel aktuell empfehlenswert sind und haben 21 Marken mit mittlerem Schutz zwischen 15 und 25 in die Labore geschickt, darunter vier Naturkosmetika mit rein mineralischem Lichtschutz. Außer den Testprodukten von Spirig, Ladival und Eucerin enthalten alle konventionellen neben chemischen Filtern auch den mineralischen Lichtschutzfilter Titandioxid.

Das Testergebnis

Rund die Hälfte der Testprodukte können wir als "sehr gut" oder "gut" empfehlen. Der Preis ist dabei kein sicherer Indikator: Es gibt Produkte, die weniger als drei Euro pro 200 ml kosten und mit "gut" abschneiden, aber auch Marken für 30 Euro und mehr, die "mangelhaft" und "ungenügend" sind.

Ohne bedenkliche UV-Filter, die unter Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken, kommen nur die zertifizierten Naturkosmetikprodukte im Test aus. Für den chemischen Filter Octocrylene, der in den meisten Mitteln steckt, gibt es Hinweise auf eine hormonelle Wirksamkeit aus Zellversuchen. Vier Produkte enthalten Ethylhexyl Methoxycinnamate, für den eine hormonelle Wirkung im Tierversuch gezeigt wurde. Zwei Hersteller kombinieren beide bedenklichen Filter.

Auch Parabene, die in Kosmetika als Konservierer eingesetzt werden, werden durch die Haut im Körper aufgenommen. Einige stehen ebenfalls unter Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen.

Die Creme von Garnier und die Nivea Sun Pflegende Sonnenmilch enthalten den Duftstoff Lyral, der Allergien auslösen kann. Noch kritischer sehen wir die in der Biotherm Lait Solaire nachgewiesenen polyzyklischen Moschus-Verbindungen. Sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an.

Wenn der Schutzfaktor auf der Packung dazu führt, dass man sich in Sicherheit wiegt und seine empfindliche Haut von heute auf morgen extremen Belastungen aussetzt, dann geht der Schuss nach hinten los. Sonnenschutzmittel sollen deshalb nach einer EU-Empfehlung mit einer Reihe von Warn- und Anwendungshinweisen versehen sein. Wenn davon welche fehlen oder unvollständig sind, gibt es bei uns Punktabzug unter Weitere Mängel. Besonders problematisch: Anstatt den vorgeschriebenen Hinweis zu bringen, dass das Mittel mehrfach aufgetragen werden muss, um den Lichtschutz aufrechtzuerhalten, schreibt Hersteller Ultrasun in seiner Verpackungsbeilage: "Ultrasun Produkte (...) müssen in der Regel nur 1 x täglich angewendet werden" und versieht die Packung mit einem Aufkleber "1 x - once a day".





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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