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Handbuch Gesundheit
TestGrippemittel
Schwache Leistung
Grippemittel

Die Hersteller von Grippemitteln mischen nach dem Gießkannenprinzip zig verschiedene Wirkstoffe zusammen. Das ist nicht nur unsinnig, weil unwirksam, sondern kann auch zu gefährlichen Nebenwirkungen führen.


Ruhe und Schonung sind während eines grippalen Infekts das Beste für den Körper. Doch wenn Job oder Familie rufen, wichtige Termine einzuhalten sind und Hausmittel nicht weiterhelfen, dann führt der Weg häufig nicht ins Bett, sondern in die Apotheke. Hier bekommt man häufig Kombinationspräparate, die zum Beispiel Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber, Dextromethorphan gegen den Hustenreiz und Phenylpropanolamin gegen die verschnupfte Nase enthalten. Denn bis heute gibt es keinen Wirkstoff, der gleichzeitig alle typischerweise im Laufe einer Erkältung auftretenden Symptome beseitigt.

Viele fixe Wirkstoffkombinationen haben erhebliche Nachteile: Die Zahl der Nebenwirkungen steigt mit der Anzahl der Wirkstoffe; durch Wechselwirkungen der Wirkstoffe untereinander verändert sich ihre Verteilung im Körper und die Wirkdauer; die jeweils sinnvollste Menge eines Wirkstoffs für einen Patienten wird nicht immer erreicht.

Paracetamolhaltige Kombinationspräparate bergen noch eine andere Gefahr: fatale Leberschäden durch Überdosierung. Denn der Schmerzwirkstoff und Fiebersenker hat nur ein enges therapeutisches Fenster. Das heißt, die Dosis ab der er die Leber schädigt, liegt nur wenig über der zulässigen Tageshöchstdosis. Wer bereits wegen anderweitiger Schmerzen Paracetamol einnimmt, darf dies bei der Einnahme paracetamolhaltiger Grippemittel keinesfalls vergessen.

Im ÖKO-TEST: 13 rezeptfreie Arzneimittel, die als Anwendungsgebiet die Behandlung einer Erkältung oder eines grippalen Infekts nennen.

Das Testergebnis

Schmerz lass nach: Die wenigen "sehr guten" und "guten" Produkte sind reine Schmerzmittel. Kombinationspräparate schneiden hingegen größtenteils mit "ungenügend" ab. Sie gleichen einer Schrotschusstherapie, die vielfach nicht nur unsinnig ist, sondern auch ein erhebliches Risiko für Nebenwirkungen birgt. "Die Zusammensetzung vieler dieser Kombinationen entspricht nicht rationalen Prinzipien der Behandlung von Atemwegsinfektionen" heißt es in den Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft. Keines der getesteten Mittel kann einen grippalen Infekt oder gar eine Grippe heilen.



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Inhalt

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» Schmerzlinderung und sonst nichts: Die drei ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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