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Primark-Mascara: "Ungenügend" wegen kritischer Inhaltsstoffe

Autor: Ann-Cathrin Witte | Kategorie: Kosmetik und Mode | 04.02.2021

Die Primark-Mascara erhält von uns im Test keine gute Bewertung.
Foto: Rachata Teyparsit/Shutterstock; ÖKO-TEST

Um den Augen mehr Ausdruck zu verleihen, verwenden viele Frauen Mascara. Aber was tuschen sie sich da eigentlich genau auf die Wimpern? Im Fall der Primark-Mascara sind es viele unerwünschte Inhaltsstoffe.

Das Ergebnis unseres Tests von 18 Mascaras enttäuscht. Nur ein Drittel der getesteten Wimperntuschen ist uneingeschränkt empfehlenswert. Fast die Hälfte der Produkte fällt dagegen durch, weil sie bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Darunter auch die PS 3D Lash Effect Mascara von Textil-Discounter Primark. 

Folgende Inhaltsstoffe kritisieren wir an diesem Produkt:

  • Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH)
  • aus Erdöl hergestellte Paraffine
  • Konservierungsstoffe, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken
  • PEG-Verbindungen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können
  • umweltgefährdende Kunststoffverbindungen

Primark-Mascara im Test enthält Mineralölbestandteile

Wir erläutern die Problemstoffe genauer: Paraffine werden meistens aus Erdöl gewonnen. Darüber hinaus sind paraffinhaltige Kosmetika häufig mit aromatischen Kohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt. Das Problem daran: Einige MOAH stehen im Verdacht Krebs zu erregen.

Die Primark-Mascara enthält sowohl Paraffine als auch MOAH. Damit ist sie nicht allein. Insgesamt enthalten noch fünf weitere Wimperntuschen in unserem Test diese Inhaltsstoffe. 

In der Primark-Mascara haben wir mehrere bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden.
In der Primark-Mascara haben wir mehrere bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden. (Foto: G-Stock Studio/Shutterstock)

Kritischer Konservierungsstoff in der Primark-Mascara

Im Mascara-Test kritisieren wir an vielen Produkten den Einsatz bedenklicher Konservierungsstoffe. Im Fall der Primark Mascara ist auf der Verpackung Butylhydroxytoluol (BHT) deklariert. Dieser Stoff wird als Antioxidans eingesetzt. Er steht im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Tierversuche geben unter anderem Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion. BHT steckt in insgesamt drei der getesteten Mascara. 

Als weitere Problemstoffe identifizieren wir in der Wimperntusche von Primark PEG-Verbindungen. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Im Test sind sie auf neun Mascaras deklariert.

Kunststoffe in der Primark-Mascara

Und damit nicht genug: Die Primark-Mascara enhält auch synthetische Polymere. Diese Kunststoffverbindungen bewerten wir als bedenklich, weil sie über das Abwasser in die Umwelt gelangen können. Dort bauen sie sich teilweise nur langsam wieder ab. Ungeklärt ist bisher, welche langfristigen Folgen das für die Umwelt hat.

Ärgerlich, dass synthetische Polymere in zehn Mascaras deklariert sind. Das ist mehr als Hälfte der Produkte im Test. Einen weiteren Minuspunkt kassiert die Primark-Wimperntusche außerdem für chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Diese bilden in der Müllverbrennung giftige Dioxine und belasten dadurch die Umwelt bei der Herstellung und Entsorgung.

Um die Wimpern zu schonen, sollte Mascara abends wieder abgenommen werden.
Um die Wimpern zu schonen, sollte Mascara abends wieder abgenommen werden. (Foto: Marko Marcello/Shutterstock)

So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Weil die überprüfte PS 3D Lash Effect Mascara von Primark aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), Paraffine, das Antioxidans BHT und PEG-Verbindungen enthält, ziehen wir insgesamt fünf Noten ab. Deswegen lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "ungenügend".

Zusätzliche Notenabzüge kassiert das Produkt, weil in der Rezeptur Kunststoffverbindungen eingesetzt werden. Zudem verwendet Hersteller Primark eine Verpackung, die chlorierte Verbindungen enthält. Daher lautet das Teilergebnis Weitere Mängel "ausreichend".

Das Gesamturteil setzt sich aus den Teilergebnissen Inhaltsstoffe und Weitere Mängel zusammen. Somit schneidet die Primark-Mascara insgesamt mit "ungenügend" ab. Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

Jetzt kaufen: 18 Mascaras im Test

Der Test zeigt: Viele Mascaras enthalten neben schwarzer Farbe auch viele unerwünschte Inhaltsstoffe. Bedenklich finden wir die hohe Anzahl an Produkten, die Mineralölbestandteile enthalten. Allerdings können wir auch sechs Wimperntuschen empfehlen. Mehr zum Test erfahren Sie hier: Mascara im Test:  Mascara im Test: Giftiges Arsen gefunden – Auch Mineralöl ein Problem.

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