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Maybelline-Mascara im Test nur "ungenügend"

Autor: Ann-Cathrin Witte | Kategorie: Kosmetik und Mode | 08.02.2021

Die Maybelline-Mascara ist in unserem Test durchgefallen.
Foto: Petar Djordjevic/Shutterstock; ÖKO-TEST

Mascara soll den Wimpern Volumen und Länge verleihen. Ärgerlich, wenn die Wimperntusche zusätzlich unerwünschte Inhaltsstoffe enthält. So auch im Fall der Maybelline-Mascara. Sie gehört zu den Produkten, die in unserem Test durchfallen.

Extremes Volumen und intensive Farbe in einer hochkonzentrierten Collagen-Formel verspricht Maybelline mit seiner The Colossal Go Extreme! Mascara auf der Unternehmenswebsite. Was die Nutzerinnen nicht wissen: Mit der Maybellline-Mascara tuschen Sie sich gleichzeitig auch jede Menge unerwünschter und bedenklicher Inhaltsstoffe auf die Wimpern. 

Darunter: Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), Paraffine auf Erdölbasis, umstrittene halogenorganische Verbindungen und PEG-Verbindungen. Deswegen erhält die Wimperntusche von Maybelline in unserem Mascara-Test das Gesamturteil "ungenügend". Im Test fallen sechs weitere Marken durch.

Maybelline-Mascara im Test enthält Mineralöl

Wir erläutern das Urteil genauer. Das von uns beauftragte Labor hat in der Maybelline-Mascara aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen. Das Problem: Unter den MOAH können sich Substanzen befinden, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Zudem ist noch unklar, ob sie im Körper verstoffwechselt und danach wieder ausgeschieden werden. 

Eine mögliche Quelle für MOAH sind Paraffine. Das sind synthetische, aus Erdöl hergestellte Fette. Werden sie nicht gut aufgereinigt, können sie MOAH enthalten. Im Fall der Maybelline-Mascara enhält die Rezeptur sowohl Paraffine als auch MOAH. Das ist im Test noch bei fünf weiteren Mascaras der Fall. 

Wimperntusche gehört zu den meistgenutzten Make-up-Produkten.
Wimperntusche gehört zu den meistgenutzten Make-up-Produkten. (Foto: Anna Demianenko/Shutterstock)

Kritik an Inhaltsstoffen der Maybelline-Mascara

Darüber hinaus enthält die Maybelline-Mascara halogenorganische Verbindungen. Das Problem: Viele dieser Verbindungen gelten als allergieauslösend. Welche Verbindung genau in der Maybelline-Mascara steckt, ist mit der Testmethode, die das von uns beauftragte Labor anwendet, nicht feststellbar. Wir raten daher vorsorglich dazu, auf Produkte mit halogenorganischen Verbindungen zu verzichten. 

Auf der Verpackung der Wimperntusche sind keine halogenorganischen Verbindungen deklariert. Wir vermuten, dass diese Inhaltsstoffe aus der Konservierung der Rohstoffe stammen. Neben der Maybelline-Mascara enthält noch eine weiteres Produkt im Test halogenorganische Verbindungen. Auffällig: Hinter beiden Mascaras steckt der gleiche Hersteller. 

Zudem kritisieren wir die in der Rezeptur enthaltenen PEG-Verbindungen. Diese können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Sie sind in insgesamt neun Mascaras im Test enthalten.

So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Weil die getestete Maybelline-Mascara MOAH, Paraffine, halogenorganische Verbindungen und PEG-Verbindungen enthält, ziehen wir insgesamt sechs Noten ab. Weil wir nicht schlechter als "ungenügend" bewerten, lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "ungenügend".

Zusätzliche Notenabzüge kassiert das Produkt, weil in der Rezeptur Kunststoffverbindungen eingesetzt werden. Daher lautet das Teilergebnis Weitere Mängel "befriedigend".

Das Gesamturteil setzt sich aus den Teilergebnissen Inhaltsstoffe und Weitere Mängel zusammen. Somit schneidet die Maybelline-Mascara insgesamt mit "ungenügend" ab. Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

Unser Test zeigt: Fast die Hälfte der getesteten Mascaras erhält unerwünschte oder bedenkliche Inhaltsstoffe. Mit Bestnote bewerten wir sechs Wimperntuschen. Acht Produkte fallen dagegen komplett durch. Sie enthalten unter anderem Mineralölbestandteile, Paraffine und umweltgefährdende Kunststoffverbindungen. Mehr dazu lesen Sie hier: Mascara im Test: Giftiges Arsen gefunden – Auch Mineralöl ein Problem.

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