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Labelmissbrauch

28.01.2013

Labelmissbrauch

Original Binderberger Lammfellprodukte, Babylammfell

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28.01.2013 | Der Fall Binderberger zeigt exemplarisch, warum wir streng darauf achten, dass immer nur die aktuellsten Testergebnisse und keine baugleichen Produkte, sondern nur die von uns untersuchten gelabelt werden. Tatsächlich hatte das "Original Binderberger Lammfellprodukte, Babylammfell" in unserem Ratgeber Kleinkinder 8 / 2006 ein "gut" bekommen. Doch die Firma Binderberger nutzte dieses Urteil auch für andere, nicht getestete Felle. Das war umso bedenklicher, als das "Binderberger Babylammfell med. Gerbung, 80 cm" einer der Verlierer des aktuellsten Schaffelltests (ÖKO-TEST-Magazin 10/2012) war. In ihm steckten Stoffe, die absolut nichts in Babyprodukten zu suchen haben: krebsverdächtiges Formaldehyd und auch noch Pestizide. Gesamturteil "ungenügend". Wären wir nicht gegen die Werbung mit dem alten Label vorgegangen, hätte es für Binderberger wenig Grund gegeben, etwas zu verbessern. Doch weil er das Label nicht mehr nutzen durfte, hat der Anbieter schnell reagiert. Zwar stecken im verbesserten Fell - wie in allen untersuchten Fellen des Oktobertests - noch halogenorganische Verbindungen. Allerdings ziehen wir dafür nur eine Note ab, das Gesamturteil für das Fell mit 80 cm Länge, dass man an der Auszeichnung "Neue verbesserte Qualität 11/2012" erkennt, steigt daher von "ungenügend" auf "gut".

Missbrauch durch: Anton Binderberger (28.1.2013)

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