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Zahncreme mit Frozen II-Motiv von Oral-B Kids im Test nur "ungenügend"

Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Kinder und Familie | 06.03.2021

Oral-B Kids Zuckerfrei Fluorid Zahncreme Frozen II fällt im Test durch.
Foto: ÖKO-TEST; Casezy idea/Shutterstock

Kinder sollten zwei Mal pro Tag ihre Zähne putzen und Fluorid in wohldosierten Mengen erhalten. Die Auswahl an Kinderzahncremes in den Verkaufsregalen ist groß. Doch unser Test zeigt: Nicht alle sind frei von Problemstoffen. So fällt die Kinderzahncreme von Oral-B Kids mit Frozen II-Motiv negativ auf.

15 von 35 Kinderzahncremes im Test sind mit "sehr gut" rundum empfehlenswert. Allerdings kritisieren wir auch einige Mängel. Dabei geht es vor allem um problematische Inhaltsstoffe oder veraltete beziehungsweise fehlende Hinweise auf den Verpackungen. Beides bemängeln wir auch an der Oral-B Kids Zuckerfrei Fluorid Zahncreme Frozen II.

Genau gesagt enthält sie Natriumlaurylsulfat und PEG-Verbindungen. Was hat es mit diesen Stoffen auf sich? 

  • Natriumlaurylsulfat kommt in Kinderzahncreme als Tensid zum Einsatz, also als schäumende, waschaktive Substanz. Das Problem: Der Stoff kann die Schleimhäute reizen. Damit gehört er aus unserer Sicht nicht in Zahnpasta, es gibt mildere Alternativen.
  • PEG-Verbindungen tragen unter anderem zum Binden der Paste bei. Doch wir kritisieren sie, weil sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können.

Die überprüfte Kinderzahncreme von Oral-B Kids ist allerdings nicht das einzige Produkt, das diese Problemstoffe enthält. Natriumlaurylsulfat steckt in zwei Kinderzahnpasten im Test, PEG-Verbindungen bemängeln wir vier Mal.

Hinweise fehlen auf Zahncreme von Oral-B Kids

Weil Kinder nicht zu wenig und nicht zu viel Fluorid erhalten sollten, sind Hinweise dazu auf den Verpackungen wichtig. Fluorid wirkt Karies entgegen, wenn Kinder genug erhalten. Zu viel Fluorid aber kann zu Fluorose führen – also zu weißen Flecken auf den Zähnen.

Keine oder nur lückenhafte Dosierangaben bei fluoridhaltigen Kinderzahncremes bemängeln wir sowohl bei der Zahncreme von Oral-B Kids als auch bei sechs anderen Produkten im Test. Bei der Oral-B Kids fehlt der Hinweis, dass Kinder zweimal täglich die Zähne putzen sollten.

Eltern sollten ihren Kindern zeigen, wie sie ihre Zähne richtig putzen. Auch der Zahnarzt klärt über die richtigen Putztechniken auf.
Eltern sollten ihren Kindern zeigen, wie sie ihre Zähne richtig putzen. Auch der Zahnarzt klärt über die richtigen Putztechniken auf. (Foto: Shutterstock)

Kunststoffverbindungen und unnötiger Müll 

Weitere Kritik gibt es, weil die Zahncreme von Oral-B Kids synthetische Polymere beinhaltet. Diese Kunststoffverbindungen können über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Welche langfristigen Folgen das für die Umwelt hat, ist bisher nicht abschließend geklärt.

Unverständlich ist außerdem, warum die überprüfte Zahncreme von Oral-B Kids in einem Umkarton steckt. Dieser schützt kein Glas, damit ist er aus unserer Sicht überflüssig. An dieser Stelle entsteht unnötiger Verpackungsmüll.

Zum Vergleich: Beides – sowohl die synthetischen Polymere als auch den Umkarton, der kein Glas schützt – beanstanden wir auch bei anderen Kinderzahnpasten im Test.

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So setzt sich das Gesamturteil zusammen 

Das Gesamturteil beruht auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe. Weil Natriumlaurylsulfat und PEG-Verbindungen in der Oral-B Kids Zuckerfrei Fluorid Zahncreme Frozen II stecken, ziehen wir vier Noten ab. Damit lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "mangelhaft". 

Da das Teilergebnis Weitere Mängel auch nur "ungenügend" ausfällt, heißt das Gesamturteil: "ungenügend". Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

Der Test zeigt: Bei Kinderzahncremes müssen Eltern genau hinsehen, um das passende Produkt zu finden. 15 Produkte in unserem Test sind mit "sehr gut" empfehlenswert. Wir erklären, worauf es ankommt: Kinderzahnpasta im Test: Wie gut schlagen sich Elmex, Putzi & Co.?

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