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16 Faszienrollen im Test

ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 58
ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 59
ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 60
ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 61
ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 62
ÖKO-TEST Januar 2016 Seite 63

6 Seiten
Seite 58 - 63 im ÖKO-TEST Januar 2016
vom 28.12.2015
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben Massagerollen von 16 Anbietern gekauft. Darunter Modelle großer Sportmarken, No-Name-Produkte sowie Lizenzkopien des Marktführers Blackroll. Die teuerste Faszienrolle kostete 69,90 Euro, für die preiswerteste zahlten unsere Einkäufer 16,19 Euro. Wichtig war uns, die gesamte Bandbreite der verfügbaren Formen und Belastbarkeitsgrade zu berücksichtigen. Der Test deckt daher sowohl verschieden weiche Rollen als auch unterschiedlich texturierte Massageoberflächen ab.

Die Inhaltsstoffe
Alle getesteten Faszienroller sind aus diversen Kunststoffarten gefertigt, überwiegend Schaumstoff. Um herauszufinden, was drinsteckt, durchliefen die Rollen zum einen ein umfangreiches Schadstoffscreening. Zum anderen fahndeten die von uns beauftragten Labore gezielt nach giftigen Schwermetallen, umstrittenen halogenorganischen Verbindungen, PVC/PVDC/chlorierten Verbindungen sowie krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Natürlich prüften die Labore verdächtige Rollen auch auf Formamid: ein Stoff, der möglicherweise das Erbgut schädigt. Er kann sich beim Aufschäumen aus Treibmitteln bilden.

Die Funktionalität
Die Massage des Faszienbindegewebes mit Schaumstoffrollen soll wahre Wunder bewirken: mehr Beweglichkeit, weniger Schmerzen, schnellere Regeneration, mehr Elastizität und Leistung der Muskeln. Unklar ist allerdings, wie haltbar die angepriesenen Effekte sind. Bewirkt das Kneten des Fasziengewebes überhaupt etwas? Lassen sich "Verklebungen der Faszien lösen", "Beweglichkeit verbessern" oder "Haltungsschäden entgegenwirken"? Erzielen moderate Sport- und Dehnungsübungen oder auch eine klassische Massage vergleichbare Effekte? Wir baten die Hersteller um die Zusendung produktspezifischer Studien, mit denen sie die Wirksamkeit ihrer Massagerollen für die beworbenen Anwendungsgebiete belegen. Zusätzlich haben wir auch selbst in Fachdatenbanken nach solchen Studien gesucht und befragten Experten, ob sie die Werbeaussagen für wissenschaftlich belegt halten.

Die Bewertung
Im Vordergrund stand für uns die Frage, ob es für die Faszienrolle überhaupt einen wissenschaftlich gut belegbaren Nutzen gibt. Positive Praxiserfahrungen von Sportlern und Therapeuten sind nach unseren strengen Kriterien zu wenig. Die Trainingsgeräte sollten aber natürlich auch frei von Schadstoffen sein. Daher geht das Testergebnis Funktionalität zu 70 Prozent in das Gesamturteil ein, das der Inhaltsstoffe zu 30 Prozent. Auch eine Rolle ohne Schadstoffbelastung kann das Fehlen belastbarer Wirksamkeitsbelege nicht ausbügeln.

So haben wir getestet

Giftiges Quecksilber fand das von uns beauftragte Labor im Produktlabel einer Faszienmassagerolle.