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Abzocke im Internet

Abzocke im Internet
vom 26.04.2017

Abzocke im Internet

Ein falscher Klick und schon schnappt die Internet-Falle zu: Ahnungslose Surfer denken, sie nehmen an einem Gewinnspiel teil, laden sich kostenlose Software herunter oder das neueste Rezept. In Wahrheit schließen sie mit dem Ausfüllen der Datenmaske unbeabsichtigt ein kostenpflichtiges Abo mit mehrjähriger Laufzeit ab oder tappen in überteuerte Dienstleistungen. Obwohl die deutsche Rechtsprechung das als gewerbsmäßigen Betrug einstuft, geht die Abzocke im Netz weiter.

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Auf Abzockseiten im Internet landet man leicht. Dafür sorgen die Betreiber. Wer Stichwörter wie „kostenlos" oder „gratis" in Suchmaschinen eingibt, gelangt häufig zu Angeboten, die schlussendlich kostenpflichtig sind.

Besonders Kinder sind gefährdet: Sie lassen sich schnell ködern, wollen das gewünschte Lied sofort herunterladen oder online Nachrichten an ihre Freunde verschicken. Dafür geben sie gutgläubig ihre persönlichen Daten heraus und missachten dabei das „Kleingedruckte“. Da wird schnell auf „ok" gedrückt und schon sind die AGBs akzeptiert. Auch der auf den ersten Blick kostenlose Abruf von Referaten, Hausaufgaben oder Sudoku-Rätseln kann richtig teuer werden.

Doch nicht nur Kinder sind eine lohnende Zielgruppe, auch Erwachsene werden Opfer dieser unseriösen Seitenbetreiber. Tausende von Verbrauchern werden täglich im Internet reingelegt. Hinter den Webseiten stecken meist Scheinfirmen, die im Ausland sitzen und dort von deutschen Gerichten nicht belangt werden können.

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