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25 Kinder-Invaliditätsversicherungen im Test

Nicht günstig, aber gut

ÖKO-TEST Februar 2011 | Kategorie: Geld und Recht | 28.01.2011

25 Kinder-Invaliditätsversicherungen im Test

Beim guten Kinder-Risiko-Schutz werden die Angebote bunter. Für die Kunden sind sie noch schwerer zu durchschauen. ÖKO-TEST hat sich durch den Markt der Kinderinvaliditäts- und Schulunfähigkeitspolicen gearbeitet und zeigt Eltern, worauf sie achten müssen.

Gegen das Risiko dauerhafter Behinderung lässt sich hervorragend mit einer besonderen, nur für Kinder erhältlichen Invaliditätsversicherung vorsorgen. "Diese Policen sichern die Familie finanziell vor den Folgen ab, wenn der Nachwuchs eine Behinderung aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls erleidet", so Versicherungsberater Georg Pitzl aus Bobingen. Allerdings ist der Markt seit unserem letzten Test deutlich unübersichtlicher geworden. Neben den klassischen Policen, die Invalidität durch Krankheit und Unfall absichern, gibt es nun auch Policen, die nur bei schwersten Krankheiten oder Schulunfähigkeit leisten.

Schon um diesen neuartigen Produkten gerecht zu werden, haben wir unser Bewertungssystem in Teilen geändert. Auch ein Urteil des Bundesgerichtshofs machte Änderungen nötig. Der hatte ein wichtiges Unterscheidungskriterium als rechtswidrig gerügt. Versicherer dürfen die Zahlung nicht mehr verweigern, wenn die Invalidität aufgrund einer angeborenen, aber beim Vertragsabschluss noch nicht diagnostizierten Krankheit eintritt.

Daher rückte bei diesem Test die Frage in den Vordergrund, unter welchen Voraussetzungen die Versicherungen zahlen müssen. Produkte, die wie der Schulunfähigkeits- oder Existenzschutz, die Leistungspflicht bei Behinderung durch Krankheit oder Unfall deutlich einschränken, wurden abgewertet. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch, wer entscheidet, ob die Versicherung zahlen muss: das Versorgungsamt oder ein von der Versicherung beauftragter Arzt bzw. die Versicherung selbst.

Dazu wurden wir auch durch einen traurigen Streit veranlasst. Er betrifft die Familie Braunfeld (Name von der Redaktion geändert) aus Schleswig-Holstein, die von der Kölner DEVK-Versicherung schwer enttäuscht ist. Für ihre kleine Tochter Bettina hatten die Eltern im Jahre 2009 eine DEVK Invaliditätsversicherung abgeschlossen. Im Juni 2010 erkrankt Bettina an Diabetes. Sofort stufte das Versorgungsamt das Kind als 50 Prozent schwerbehindert mit dem Merkzeichen "H" für Hilflos ein. Grund: Schon in den Vorsorgemedizinischen Grundsätzen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales heißt es: "Beim Diabetes mellitus ist Hilflosigkeit bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres, bei fortbestehender instabiler Stoffwechsellage bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres anzunehmen." Doch Entscheidungen der Versorgungsämter sind für die DEVK nicht bindend. Sie setzt auf ärztliche Gutachten. Im Fall der kleinen Bettina entschied der Kölner Versicherer allerdings schon am Schreibtisch anhand eines ausgefüllten Antwortbogens, dass dem Kind lediglich ein Viertel der versicherten Summe zustehe.

"Mit 25.000 Euro wollte sich der Versicherer einfach freikaufen", sagt der verbitterte Familienvater Andreas Braunfeld. Hätte die Familie akzeptiert, wären in Zukunft keinerlei Forderungen mehr möglich gewesen. Nach Recherchen der betroffenen Familie ist die DEVK nach dem gleichen Muster mit einer Familie in Süddeutschland verfahren. Erst nach juristischem Druck ist d


Kinder-Invaliditätsversicherungen: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

  • HUK-Coburg

  • Allianz

  • Axa

  • Axa

  • Badische Allgemeine

  • Barmenia

  • Bayerischer Versicherungsverband

  • Bruderhilfe

  • Bruderhilfe

  • Bruderhilfe

  • Bruderhilfe

  • CosmosDirekt

  • Deutscher Ring

  • DEVK

  • Ergo

  • Gothaer

  • HUK-Coburg

  • HUK-Coburg

  • HUK-Coburg

  • Nationale Suisse

  • Nationale Suisse

  • Nürnberger

  • R+V

  • Westfälische Provinzial

  • WGV

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ÖKO-TEST Februar 2011 Seite 190
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ÖKO-TEST Februar 2011 Seite 193

4 Seiten
Seite 190 - 193 im ÖKO-TEST Februar 2011
vom 28.01.2011
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