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21 Kinder-Invaliditätsversicherungen im Test

Ratgeber Kleinkinder 15:2013
vom 20.09.2013

Kinder-Invaliditätsversicherungen

Angebote werden undurchsichtiger

Kinderinvaliditätsversicherungen bieten umfassende finanzielle Absicherung bei Krankheit und Unfall. Doch die Tarife haben Tücken.

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20.09.2013 | Elternglück lässt sich nicht mit Gold aufwerten. Es kann aber getrübt werden, wenn Kinder schwer erkranken oder einen bösen Unfall erleiden. In diesen Fällen spielt Gold bzw. Geld eine wichtige Rolle, denn der Staat lässt die Familien mehr oder weniger alleine. Wer sein Kind zu Hause pflegt, hat zwar Anspruch auf Pflegegeld. Doch die gesetzliche Pflegeversicherung ist lediglich eine "Teilkasko-Absicherung". Derzeit zahlt sie bei Pflege durch die Angehörigen je nach Stufe monatlich zwischen 235 und 700 Euro pro Monat. Professionelle Pflegedienste erhalten 450 bis 1.550 Euro. In der Regel bleibt eine erhebliche finanzielle Lücke - vor allem, wenn Eltern ihren von schwerer Krankheit oder Unfall betroffenen Kindern besondere Zuwendung, zusätzliche Therapien oder Nachhilfe zukommen lassen möchten. Ein Elternteil muss dann in der Regel zu Hause bleiben - das Haushaltseinkommen sinkt.

Doch Eltern können frühzeitig Vorsorge treffen. Es gibt für Kinder - und nur für sie - eine Versicherung, die nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung eine Rente und/oder eine hohe Geldsumme zahlen. Doch Eltern müssen aufpassen. Während es lange Jahre nur sehr ähnliche Produkte gab, hat die Vielfalt nun deutlich zugenommen. Ganz neu sind Produkte, die nur leisten, wenn das Kind wesentliche Grundfähigkeiten wie Sprechen, Laufen oder Sehen verliert. Auch bei Krebs oder schweren Organschäden oder im Pflegefall wollen die Assekuranzen einspringen. "Für alle Fälle gut abgesichert", wirbt beispielsweise die Signal-Iduna für ihr neues Angebot. "Mit einer Kombination aus mehreren Leistungen ist Ihr Kind mit VitaLife-Junior bestens abgesichert", heißt es weiter. Tatsächlich gibt es im Kleingedruckten eine Menge Hürden und Fallstricke, die eine Leistung verhindern können. ÖKO-TEST hat daher jetzt 21 Angebote von 17 Versicherern sprichwörtlich auf "Herz und Nieren" geprüft.

Das Testergebnis

Vier kamen durch: Drei Tarife mit lebenslangen Renten und einer Leistung ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent sind besonders leistungsstark und belegen den 1. Rang. Beim Topangebot der DEVK Junior Plus gibt es eine Kapitalleistung. Der Tarif ist deshalb sehr attraktiv, weil er bereits ab einer Schwelle von 25 Prozent Behinderung 200.000 Euro zahlt. Ab 90 Prozent Invalidität verdoppelt sich diese Summe sogar. Umgerechnet heißt das: Ein zu 100 Prozent behindertes Kind erhält 400.000 Euro, die - ohne Zinsen - über 30 Jahre lang einer Monatsrente von 1.000 Euro gleichkommen.

Durchs Raster gefallen: Policen, die im Wesentlichen schwere Krankheiten absichern, konnten höchstens Rang 2 erreichen. Den bekommt die Axa mit ihrer Kinder-Existenzschutzversicherung. In einem Punkt ist sie - wie die beiden anderen Schwere-Krankheiten-Versicherungen - sogar den Policen auf Rang 1 überlegen. Im Fall der Fälle steigt die Rente jedes Jahr garantiert um 1,5 Prozent. Allerdings ist der Versicherungsschutz selbst löcherig. Wir haben den Versicherern mit solchen Produkten eine Liste mit Erkrankunge