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153 Girokonten für Selbstständige im Test

Unverschämt teuer

ÖKO-TEST August 2014 | Kategorie: Geld und Recht | 25.07.2014

153 Girokonten für Selbstständige im Test

Privatkunden werden von den Banken derzeit mit kostenlosen Girokonten plus Startguthaben umworben. Ganz anders sieht es dagegen für Freiberufler und Gewerbetreibende aus. Bei Geschäftsgirokonten kassieren viele Institute regelrecht ab.

Rund 4,5 Millionen Selbstständige und Freiberufler gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland. Umsatz und Einkommen sind bei ihnen je nach Berufsgruppe höchst unterschiedlich, doch viele Freiberufler verdienen gut. Wegen meist unregelmäßiger Einkommen sind sie - mit Ausnahme von Ärzten und Apothekern - bei den Banken als Kunden aber offenbar nicht sehr beliebt. Zumindest bekommen sie oft deutlich schlechtere Konditionen als Angestellte, wenn es um Dienstleistungen wie das Girokonto oder Kredite geht. Bei einigen Institutsgruppen, wie den Sparda- oder PSD-Banken, können sie nicht einmal ein Konto eröffnen, wenn darüber auch betriebliche Buchungen laufen. Das gilt auch für Direktbanken, wie die ING Diba, Comdirect oder die Netbank. Denn Geschäftsgirokonten bieten diese typischen Privatkundenbanken überhaupt nicht an.

Eigentlich brauchen Freiberufler kein spezielles Geschäftskonto. Theoretisch können sie ihre geschäftlichen Transaktionen auch über ein privates Girokonto abwickeln. Das wird allerdings von immer weniger Banken toleriert. Stattdessen bieten die Institute Geschäftskonten an, die zwar dieselben Leistungen wie private Girokonten offerieren. Doch bei den Preisen für die private und geschäftliche Kontoführung klaffen himmelweite Unterschiede, wie unser Test zeigt. Das lässt sich aber selten auf Anhieb erkennen. Bei den Kosten für Girokonten steckt die Tücke im Detail. Nicht nur dass jedes Institut den Aufwand für die Kontoführung unterschiedlich berechnet. Selbst innerhalb einer Bank werden den Kunden oft verschiedene Preismodelle offeriert. Hinzu kommt bei Geschäftskunden, dass die Konditionen für eine mögliche Kontoüberziehung, hier Kontokorrentkredit genannt, ganz individuell anhand der Bonität des Kunden festgelegt werden. ÖKO-TEST hat daher drei verschiedene Nutzungsprofile für typische Freiberufler aus drei unterschiedlichen Einkommensklassen erstellt und anhand dieser Daten das Preis-Leistungs-Verhältnis von 51 Geschäftskontomodellen bei insgesamt 33 Banken verglichen. In allen Fällen wünschten die Musterkunden für ihre geschäftlichen Buchungen nicht nur ein Girokonto mit den üblichen Konto- und Kreditkarten. Vielmehr haben sie sich auch einen Kreditrahmen für etwaige Kontoüberziehungen einräumen lassen.

Das Testergebnis

Unverschämt teuer. Kaum zu glauben, doch während Privatkunden ihr Konto oft zum Nulltarif erhalten und schlimmstenfalls bis 80 Euro im Jahr dafür zahlen müssen, fangen die Preise für Geschäftsgirokonten auf diesem Niveau erst an - im günstigsten Fall. Bisweilen sind Geschäftsgirokonten sogar fünf bis zehn Mal so teuer wie Privatkonten. Das bedeutet: Was ein Privatkunde im ganzen Jahr für sein Konto zahlt, verlangt die Bank vom Geschäftskunden oft für einen einzigen Monat.

Exorbitante Preisunterschiede. Im Schnitt kostet das Konto für Geschäftskunden zwischen 250 bis 351 Euro im Jahr - je nach Musterfall. Doch wenn Freiberufler zum falschen Kontomodell greifen und die Premiumvariante


Girokonten für Selbstständige: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

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153 Girokonten für Selbstständige im Test
ÖKO-TEST August 2014 Seite 108
ÖKO-TEST August 2014 Seite 109
ÖKO-TEST August 2014 Seite 110
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ÖKO-TEST August 2014 Seite 112
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ÖKO-TEST August 2014 Seite 115

8 Seiten
Seite 108 - 115 im ÖKO-TEST August 2014
vom 25.07.2014
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

Sämtliche Kontokosten, einschließlich Grundpreis, Postengebühren, die Kosten für Giro- und Kreditkarten sowie die Sollzinsen für den Kontokorrentkredit und die Bereitstellungsprovisionen wurden von ÖKO-TEST unmittelbar bei 87 regionalen und überregionalen Kreditinstituten erfragt sowie ggf. den Preis-Leistungsverzeichnissen der Institute entnommen. Anschließend wurden anhand dieser Daten auf Basis der von Ökotest entwickelten Nutzungsmodelle sowohl die monatlichen Posten- und Nutzungspreise als auch der Jahresgesamtpreis ohne Grundgebühr sowie der Monatspreis inklusive Grundgebühr für das jeweilige Modellkonto berechnet. Sodann wurden die erfassten Daten sowie die Berechnungen der Modellpreise in den Musterfällen noch einmal mit den Instituten im Rahmen der Anbietervorinformation abgeglichen bzw. ihnen zur Verifikation zur Verfügung gestellt. Bewertet wurden ausschließlich die Kontopreise, die der Kunde dauerhaft zu zahlen hat. Sonderkonditionen, wie Rabatte für die Kreditkartennutzung, Rabatte für bestimmte Berufsgruppen oder ähnliches, flossen nicht die in Bewertung ein. Das Ranking erfolgte auf Basis des Gesamtpreises pro Jahr. Um die großen Unterschiede bei den Kontopreisen zu erfassen, wurde für jeden Fall der Mittelwert gebildet. Er markiert die durchschnittlichen Kosten im Musterfall in liegt in der Mitte von Rang drei. Anschließend wurden die Klassengrößen ermittelt. Dazu wurde zunächst die Differenz zwischen dem günstigsten und des höchsten Kontopreises errechnet und in sechs gleich große Klassen eingeteilt. Die so ermittelte Klassengröße wurde als Maßstab für die Bildung der Rangklasse genommen. Ergebnisse, welche die Hälfte der Klassengröße besser waren als der Mittelwert, kommen auf Rang zwei. Ergebnisse, welche die Hälfte schlechter waren, markieren den besten Wert von Rang vier. War der Kontopreis anderthalb Klassengrößen besser als der Mittelwert, kam die Offerte auf Rang 1, war sie anderthalb Klassengrößen schlechter, reichte es nur für Rang 5 usw. Preise für Konten, die nur bestimmten Berufsgruppen offen stehen, blieben bei Bildung der Rangklassen unberücksichtigt. Anforderungen an die Modelle: Bei den getesteten Girokonten handelt es sich um so genannte Geschäftsgirokonten, wie sie Selbstständigen, Freiberuflern und Handwerkern angeboten werden. Spezielle Konten für bilanzierende Betriebe sowie Konten mit Sonderkonditionen für Ärzte und Apotheker wurden nicht untersucht. Die Konten wurden anhand von drei Nutzungsprofilen (siehe Tabelle unten) bewertet. Beim Musterfall1 handelt es sich um einen Freiberufler aus dem kreativen Bereich (z.B. Webdesigner, Lektor, Texter etc.) oder einen kleineren Handwerker mit vergleichsweise bescheidenem Einkommen und - auch zeitlich - sehr unterschiedlichen Einkommensgutschriften (Jahresumsatz/Geldeingang auf dem Konto: 35.000 Euro), der aber durchaus solide wirtschaftet und keine weiteren Schulden hat. Der zweite Modellkunde (Musterfall 2) ist selbstständiger Physiotherapeut mit eigener Praxis oder selbstständiger IT-Dienstleister mit einem Jahresumsatz/Geldeingang auf dem Konto von 85.000 €. Er nutzt sein Konto intensiver, möchte für den Fall des Falles zwar einen Kreditrahmen in Höhe von zehn Prozent seines Jahresumsatzes haben, nutzt diesen in der Praxis jedoch so gut wie nie. Die dem dritten Modellkunden (Musterfall 3) handelt es sich um einen selbstständigen Ingenieur oder Rechtsanwalt (Einzelanwalt), der bereits einen oder zwei Angestellte beschäftigt (ggf. in Teilzeit) mit einem Jahresumsatz/Geldeingang auf dem Konto von 133.000 Euro. Er nutzt das Geschäftskonto intensiver. Bedingt durch das zeitliche Auseinanderfallen von Ein- und Ausgaben kommt es für ein paar Tage im Monat aber auch immer wieder zur Kontoüberziehung. Kontoauszüge werden mindestens einmal im Monat am Kontoauszugsdrucker abgeholt. Sofern das nicht möglich ist, erfolgt der Versand per Post. Die Möglichkeit, Kontoauszüge auch online abzurufen, wurde nicht berücksichtigt, da das Finanzamt Online-Auszüge nicht akzeptieren muss. Etwaige zusätzliche Portogebühren für nicht rechtzeitig abgerufene Auszüge fließen nicht in die Bewertung ein. Bei Instituten ohne Schalterbetrieb erfolgen Bareinzahlungen über SB-Terminals oder der Kunde verzichtet ganz darauf. Für Online-Banking wurden die auch im Privatkundengeschäft üblichen Verfahren (i-Tan oder SMS-Tan) unterstellt. Hier lassen sich gegebenenfalls durch Nutzung von Chip-Tan-Lesegeräten oder HBCI-Chipkarten mit spezieller Software Kosten sparen. Solche Verfahren wurden jedoch nicht berücksichtigt, das Gleiche gilt für die im geschäftlichen Bereich möglichen Sammelbuchungen. Die Nutzungsprofile unterstellen unter anderem, dass das Konto im Musterfall 1 und 3 jeweils für ein paar Tage im Soll ist. Auf diese Weise werden auch die unterschiedlichen Zinssätze für den Kontokorrentkredit erfasst. Etwaige Bereitstellungsprovisionen wurden immer auf den nicht ausschöpften Teil des jeweiligen Kreditrahmens berechnet und den Kontoführungsgebühren ebenfalls zugeschlagen. Zusätzliche Kosten bei geduldeter Überziehung über das Limit hinaus flossen dagegen nicht in die Bewertung ein. Das gleiche gilt für etwaige, tageweise Guthaben auf Girokonten, die mit einem Habenzins ausgestattet sind. Ein dauerhaftes Guthaben auf dem Girokonto wird in den Modellfällen nicht unterstellt. Bei Barabhebungen am Geldautomaten wurde die Nutzung des institutseigenen Automaten oder Abhebung innerhalb des Cash-Pools der jeweiligen Institutsgruppe unterstellt.

Für die drei Modellkunden gelten folgende Nutzungsprofile

Modellfall 1/ 2 / 3:

Kontoauszüge pro Monat Automaten (Zusendung durch die Bank, falls das nicht möglich ist): 1 / 1 / 1

Anzahl Geldeingänge pro Monat: 8 / 4 / 14

Überweisungen beleghaft pro Monat: 1 (sofern nicht möglich, da reines Onlinebanking-Angebot, eine weitere Onlineüberweisung pro Monat) / 0 / 1

Überweisungen online pro Monat: 3 / 4 / 6

Abbuchungen/Lastschriften (inklusive EC-Cash): 10 / 10 / 15

Daueraufträge (Ausführung): 2 / 2 / 2

Dauerauftrag (Änderung pro Jahr, sofern möglich online): 1 / 1 / 1

Bargeld Automat: 4 / 2 / 4

Bareinzahlung: 0 / 0 /1

Girokarte: 1 / 1 / 1

Kreditkarte: 1 / 1 / 1

Gewünschter Dispo-/ Kontokorrentrahmen: 3.500 € / 8.500 € / 13.000 €

Durchschnittlicher Sollbetrag im Monat: 500 € / 0 € / 1.000 €

Dauer Kontoüberziehung pro Monat: 10 Tage / 0 / 4 Tage

Jahresumsatz: 35.000 € / 85.000 € / 133.000 €

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2019
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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST August 2014
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Erschienen am 25.07.2014

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