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105 Grüne Geldanlage-Angebote im Test

Albträume statt gutem Gewissen

ÖKO-TEST Mai 2014 | Kategorie: Geld und Recht | 25.04.2014

105 Grüne Geldanlage-Angebote im Test

Nachhaltige Geldanlagen werden privaten Sparern gern als saubere Investments offeriert, durch die sich Geld und Moral sowie Umweltschutz verbinden lassen. Doch nicht immer halten die Offerten, was sie versprechen. Oft gehen Grünanleger auch ein unkalkulierbares Wagnis ein.

Sie versprechen üppige Renditen von vier bis sechs Prozent und mehr. Ein gutes ökologisches Gewissen gibt es obendrein noch dazu: Anbieter von Bürgerwindaktien, Waldsparbüchern, Teakinvestments, Solaranlagen, Bio-Masse-, und Bio-Gas-Anlagen sowie von Windparks auf Land und auf See werben gerne mit ihrem Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und suggerieren, damit ließen sich hohe, inflationsgeschützte Erträge erzielen.

Kein Wunder daher, dass die Werbung mit gelben Sonnenblumen auf der grünen Wiese, stolzen Bäumen oder wuchtigen Windrädern im Internet oder in bunten Werbeflyern zieht. In Zeiten, in denen Sparkonten nur noch Mini-Zinsen abwerfen und sich immer mehr Verbraucher Gedanken über erneuerbare Energien und faire Produktionsbedingungen machen, scheinen Umweltinvestments das Gebot der Stunde.

Und im ökologischen Bereich gibt es fast nichts, in das man nicht investieren kann, wie die aktuelle Marktübersicht von ÖKO-TEST zeigt. Ob Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie, Kunststoffrecycling oder umweltbewusste, energieeffiziente Immobilien, im Fachjargon Green Buildings genannt - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch die teilweise großen Risiken vieler Produkte werden von den Anbietern ebenso gerne verschwiegen wie der Umstand, dass es mittlerweile erheblich schwerer geworden ist, an der Energiewende zu verdienen. Denn nicht nur in Deutschland, sondern auch in den europäischen Nachbarstaaten wird die Förderung für erneuerbare Energien immer mehr gedeckelt. Dadurch sowie durch sinkende Preise für Solaranlagen gingen die Investitionen in Erneuerbare Energien 2013 weltweit um 14 Prozent auf 214 Milliarden Dollar zurück, so das Frankfurt School-UNEP (United Nations Environment Programm) Center.

Keine Frage: Auch bei gebremstem Wachstum im Bereich erneuerbarer Energien gibt es eine Fülle nachhaltiger, gleichzeitig interessanter und attraktiver Anlagemöglichkeiten. Doch in Sachen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit gelten bei ökologischen oder klimafreundlichen Anlagen die gleichen Regeln wie bei jeder anderen Geldanlage. Das bedeutet: Anleger müssen zugunsten des nachhaltigen Anlageziels nicht auf Rendite verzichten, sie bekommen aber auch keinerlei Rendite-Bonus und kein Plus an Sicherheit geschenkt. Im Gegenteil. Je höher die Rendite, desto höher ist auch bei Umweltinvestments das Risiko der Anlage. Das wird Anlegern nach Einschätzung der Verbraucherschützer bei grünen Geldanlagen aber gerne verschwiegen oder zumindest nicht deutlich genug kommuniziert. Ein Grund dafür: Viele nachhaltige Investments werden als Beteiligungen in Form von geschlossenen Fonds, Genussrechten, Schuldscheindarlehen oder gar als Direktinvestments offeriert.

Dass Anleger hier ein unternehmerisches Risiko übernehmen oder zumindest mittragen lässt sich aus den Produktnamen selten erkennen. Bezeichnungen wie "Prime Energy Invest AG - Solarfestzins" oder "PT Erneuerbare Energien - PT Grünzins" suggerieren eher, es würden...


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vom 25.04.2014

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