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Klimaschutz

04.03.2018

Klimaschutz

Waldwirtschaft: Frühe Abholzung schmälert CO2-Speicherung enorm

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04.03.2018 | Deutsche Wälder könnten rund dreimal mehr Kohlendioxid (CO2) speichern, wenn sie ökologischer und weniger intensiv bewirtschaftet würden als bislang. Der Beitrag zum Klimaschutz wäre erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Computersimulation des Öko-Instituts in Freiburg in Auftrag von Greenpeace. Die Modellrechnung berücksichtigt das Wachstum einzelner Bäume und Baumarten in Hinblick auf unterschiedliche Bewirtschaftungsszenarien bis zum Jahr 2102: Die Fähigkeit, CO2 zu binden, steigt mit dem Alter, der Größe und der Stammdicke der Bäume. Eine weniger starke Abholzung, ein längeres Wachstum und eine Ausweitung der Waldschutzgebiete könnten bewirken, dass deutsche Wälder pro Jahr 48 statt 17 Millionen Tonnen CO2 in ihrer Biomasse (Stämme, Äste, Blätter, Wurzeln) binden. Im Gegenzug stünde allerdings rund ein Viertel weniger Holz für die Verarbeitung zur Verfügung als aktuell. Greenpeace plädiert daher für eine bewusstere Nutzung des Rohstoffs - etwa durch Recycling.

Weiterführende Links

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20180228-greenpeace-oekoinstitut-waldvision-methoden-ergebnisse.pdf

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