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Carsharing

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vom 29.12.2016

Carsharing

Viel Geld ausgeben für ein Auto, das die meiste Zeit nur rumsteht und an Wert verliert? Darauf haben immer mehr Menschen keine Lust mehr. Wer nicht nur mit dem Fahrrad oder Bus und Bahn unterwegs sein will, kann sich bei einem Carsharing-Anbieter registrieren lassen. Und hat so immer (nur) dann ein Auto, wenn es wirklich gebraucht wird.

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Das Auto als Statussymbol? Für manche mag es das immer noch sein, doch gerade für junge Menschen ist das Auto eher ein Mittel zum Zweck, um von A nach B zu kommen oder größere Dinge zu transportieren. Aber ein eigener Wagen ist teuer: Anschaffung, Versicherung, Steuer, Kraftstoff, Wartung, Reparatur, TÜV – und da ist der Wertverlust noch gar nicht erwähnt. Rechnet man zusammen, was das Auto vor der Haustür im Jahr an Geld verschlingt, stellt sich schnell die Frage, wie wirtschaftlich ein eigenes Gefährt ist.

Es geht schließlich auch anders: Carsharing lautet die Alternative. Wird das Auto nicht für den täglichen Weg zur Arbeit benötigt, ist das Teilen eine kostengünstige und umweltschonende Möglichkeit, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten und trotzdem mobil zu bleiben. Rund 1,7 Millionen Nutzer waren Anfang 2017 bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Laut Angaben des Bundesverbandes Carsharing können mittlerweile in knapp 600 Städten und Gemeinden Carsharing-Fahrzeuge genutzt werden. Wer mit dem Konzept liebäugelt, sollte einige Punkte beachten.

Für Menschen, die wenig mit dem Auto unterwegs sind, ist das Teilen einfach günstiger. Man zahlt nur, wenn man das Auto nutzt. Auch um TÜV, Wartung und Reparaturen muss sich der Nutzer nicht kümmern. In großen Städten stehen den Carsharer verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung: vom kleinen Stadtauto über das Cabrio und den Transporter bis hin zur geräumigen Familienlimousine – je nachdem, was gerade gebraucht wird. Und, auch das ist nicht zu unterschätzen, die lästige Parkplatzsuche nach Feierabend entfällt in der Regel, weil die Autos bei der Rückgabe meist auf speziell dafür angemieteten Flächen wieder abgestellt werden.

Auf der anderen Seite steht nicht immer ein Fahrzeug zur Verfügung. Wer ausgerechnet an einem sonnigen warmen Pfingstsamstag ganz spontan zu einer Fahrt an den nächsten See aufbrechen möchte, muss damit leben, dass er nicht der Einzige mit dieser Idee ist. Auch für Vielfahrer und fürs tägliche Pendeln zur Arbeit macht Carsharing wenig Sinn.

Wer sich für das Auto-Teilen entscheidet, denkt jedenfalls ganz neu darüber nach, für welche Wege das Leihen eines PKWs Sinn macht – und was vielleicht auch mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt werden kann. Von den hohen Fixkosten des Autobesitzes entlastet, gönnen sich Carsharer eher ein Monats- oder Jahresticket der lokalen Verkehrsbetriebe oder schaffen sich ein E-Bike an. Immerhin haben über 70 Prozent der Leute, die das Carsharing nutzen, kein eigenes Auto, so die Zahlen des Bundesverbandes Carsharing (BCS).

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