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Die bittere Seite des süßen Saftes

Orangensaftproduktion
vom 26.03.2018

Die bittere Seite des süßen Saftes

Wer trinkt nicht gern mal ein Glas Orangensaft? Er schmeckt und ist gesund. Doch hinter dem süßen Saft steckt eine Industrie, deren Geschäftspolitik auf Abhängigkeit und Ausbeutung beruht. Die Leidtragenden sind vor allem die Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Orangenplantagen.

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Eigentlich ist Orangensaft ein Allerweltsprodukt. Er steht in jedem Supermarkt, sieht immer gleich aus und kostet oftmals nicht mehr als einen Euro pro Liter. Auf den Verpackungen prangen leuchtende Orangen. Schöne, heile Welt. Was sollte daran schon schlecht sein?

Über die Hälfte des weltweit produzierten Orangensaftes stammt aus Brasilien; die dortige Orangensaftproduktion steht massiv in der Kritik. Einen umfassenden Einblick in die Situation der Männer und Frauen, die die Orangen ernten und verarbeiten, gibt die Studie „Ausgepresst: Hinter den Kulissen der Orangensaftproduktion“ von 2015. Verfasst wurde sie von der Christlichen Initiative Romero (CIR), die sich seit 1981 für Menschen- und Arbeitsrechte in Lateinamerika einsetzt, und der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000. Für die Studie wurden unter anderem Interviews mit Arbeitern und Gewerkschaftsvertretern ausgewertet, die die CIR und Global 2000 in den Jahren 2013 und 2015 führten oder in Auftrag gaben.

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