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Kreidefarben

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Onlineshops und Baumärkten haben wir insgesamt zwölf Kreidefarben eingekauft, die sich unter anderem für die Anwendung auf Möbeln eignen sollen. Fünf Hersteller sehen auf den Gebinden zusätzliche Schutzversiegelungen mit Wachsen vor. Nur in diesen Fällen landeten die entsprechenden Produkte ebenfalls in unserem Einkaufskorb.

Die Inhaltsstoffe
Flüchtige organische Verbindungen (VOC) belasten die Umwelt und den Menschen beim Einatmen. Sie stecken auch in wasserbasierten Farben und Wachsen. Fraglich ist aber, ob es sich um besonders problematische VOC handelt: etwa Formaldehyd und bestimmte Glykolether. Interessiert hat uns zudem, inwieweit die Hersteller ihre Farben mit allergieauslösenden Isothiazolinonen konservieren oder Kobalt zusetzen, damit sie schneller trocknen.

Die Deklaration
Etiketten sollten Verbrauchern ein gewisses Maß an Informationen bieten: Dazu gehören auf Farb- und Wachsgebinden etwa Angaben zu Inhalts- und Konservierungsstoffen und zur Reichweite - selbst wenn sie der Gesetzgeber nicht vorschreibt.

Die Bewertung
Das Hauptaugenmerk liegt auf bedenklichen und problematischen Inhaltsstoffen. Deklarationsmängel fließen weniger stark gewichtet ins Gesamturteil ein.

So haben wir getestet

Was geht, was bleibt? Der Gaschromatograf mit Massenspektrometer, kurz GC/MS, erfasst Art und Menge flüchtiger organischer Verbindungen (VOC).

Wassersprudler

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben acht Trinkwassersprudler eingekauft. Zwei verfügen über Glas-, der Rest über PET-Flaschen. Für den teuersten Wassersprudler haben wir 266 Euro bezahlt, für den günstigsten mit Kartusche knapp 50 Euro. Marktführer Sodastream ist mit zwei Geräten vertreten.

Die Praxisprüfung
Wir ließen die Sprudler gründlich untersuchen: Wie einfach lassen sich die Geräte bedienen und reinigen? Wie gut funktioniert das Einsetzen der Wasserflaschen und der Wechsel der CO2-Zylinder? Wo mit Druck gearbeitet wird, ist Sicherheit besonders wichtig. Das Labor hat deshalb die mitgelieferten Wasserflaschen unter einen Druck von 16 bar gesetzt, also etwa das Doppelte dessen, was beim Hausgebrauch zu erwarten ist. Außerdem checkten die Prüfer, wie stabil die Sprudler stehen, ob sie gut verarbeitet sind und ob die Ergiebigkeit der CO2-Zylinder den Angaben der Anbieter entspricht.

Die Weiteren Mängel
Wir ließen mehrere Labore nach Schadstoffen fahnden: in den Dichtungen der Flaschen unter anderem nach problematischen Weichmachern; in den Geräten selbst nach umweltschädlichen chlorierten Verbindungen; und in einem Stoffüberzug aus Textil für eine Glasflasche auch nach problematischen Farbstoffen und umstrittenen halogenorganischen Verbindungen. Die beauftragten Laborexperten überprüften außerdem in einem Geschmackstest, ob die Flaschen das Wasser merklich beeinflussen und analysierten es auf den geschmacklich auffälligen Stoff Acetaldehyd.

Die Bewertung
Verbraucher erwarten, dass ein Wassersprudler sich einfach bedienen lässt und zugleich gut verarbeitet und sicher ist. Die Praxisprüfung bestimmt deshalb maßgeblich das Gesamturteil.

So haben wir getestet

Auf der Kippe: Ein Prüfinstitut testete unter anderem, wie standsicher und rutschfest die Geräte sind.

Einweggeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 20 Einweggeschirre eingekauft. 13 Teller und Schalen sowie sieben Becher aus unterschiedlichen Materialien, die als "kompostierbar", "biologisch abbaubar" oder "aus nachwachsenden Rohstoffen" ausgelobt sind: Palmblätter, Laub, Zuckerrohr, Pappe und Bio-Kunststoffe auf Basis von Polylactid (PLA), der aus Mais und Rüben hergestellten Polymilchsäure.

Die Inhaltsstoffe
Alle Produkte wurden umfangreich auf Schadstoffe untersucht. Die Labore prüften, je nach Material, auf Formaldehyd, Schwermetalle, halogenorganische Verbindungen, Phthalate und andere Weichmacher sowie auf Melaminkunstharz. Die Produkte aus Palmblättern und Laub analysierten die Experten zusätzlich auf Pestizide, Keime und Schimmelpilze.

Bei Geschirr, das sich für Heißgetränke oder Suppen eignet, wollten wir wissen, ob es auch wirklich dicht hält, wenn es mit heißer Flüssigkeit gefüllt ist. Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen riechen mitunter unappetitlich. Geschulte Sensoriker testeten deshalb für uns alle Produkte auf ihre Aromaintensität.

Die Weiteren Mängel
Auslobungen wie "kompostierbar", "biologisch abbaubar", "fair" und "aus nachhaltiger Forstwirtschaft" verbuchen wir unter den Weiteren Mängeln, wenn sie uns der Anbieter nicht belegen konnte.

Die Bewertung
Für jeden problematischen Inhaltsstoff gibt es Notenabzug, der bei besonders bedenklichen Pestiziden stärker ausfällt. Aber auch für Werbung mit nicht belegten Aussagen gibt es Abzüge, die sich auf das Gesamturteil auswirken.

So haben wir getestet

Unter dem Mikroskop fanden die Laborexperten Schimmel, Bakterien, Milbenkot und wie hier im Bild Hefepilze.

Geschirrspülmittel, Hand, Konzentrat

So haben wir getestet

Der Einkauf
In Supermärkten, Discountern und Drogerien haben wir 21 Handspülmittel eingekauft, darunter bekannte Marken und Eigenmarken sowie Produkte von Naturwarenherstellern. Wenn angeboten, wählten wir Konzentrate oder Spülmittel mit ausgelobter "konzentrierter Wirkformel", andernfalls klassische Varianten.

Die Praxisprüfung
Reinigungsleistung frischer Schmutz: In Spüllaugen aus fünf Litern Wasser und den entsprechend dosierten Produkten reinigten die Prüfer so viele Teller wie möglich. Zunächst haftete normaler, später ein fetthaltigerer Testschmutz auf den Tellern. Die Prüfer hörten auf zu spülen, wenn sich die Schaumdecke auf der Oberfläche des Spülwassers nicht mehr schloss - was als Zeichen einer erschöpften Reinigungsleistung zu werten ist.
Angetrockneter Schmutz: Wie schwer tun sich die Spülmittel mit hartnäckigem Schmutz? Um das zu beurteilen, weichten die Prüfer Edelstahlbleche, auf denen ein Brei aus Haferflocken und Milch eingetrocknet war, in Spülwasser ein. Dann wischten sie mit einem Spültuch und etwas zusätzlichem Spülmittel über das Blech und bewerteten das Resultat.

Die Inhaltsstoffe
Konservierungsstoffe sollen die Mittel vor Verkeimung schützen. Allerdings setzen Hersteller dabei oft auf allergieauslösende Isothiazolinone. Enthalten die Spülmittel PEG/PEG-Derivate oder problematische Duftstoffe wie Lilial?

Die Weiteren Mängel
Sind die Inhaltsstoffe wie vorgeschrieben im Internet aufgelistet und verweisen Links auf den Produktetiketten auf die entsprechenden Internetseiten? Wir haben es überprüft.

Die Bewertung
Wenig Spülmittel, wenig Wasser, viel sauberes Geschirr: Das ist aus unserer Sicht wünschenswert. Das Testergebnis Praxisprüfung ist daher stärker gewichtet als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

So haben wir getestet

Wie viel Teller sind möglich? Ein Praxislabor hat getestet, wie effizient die Spülmittel bei verschiedenen Verschmutzungen sind.

Dämmstoffe, Dach

So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 15 Dachdämmstoffe eingekauft. Gemäß ihrer Marktbedeutung sind Produkte aus Glaswolle, Zellulose und Holzfaser am stärksten vertreten. Hinzu kommen solche aus Schafwolle, Jute, Kork und Polyurethan. Zwei Modelle sind reine Aufsparrendämmungen, der Rest ist größtenteils nur als Zwischensparrendämmung ausgewiesen. Im Zweifelsfall haben wir uns für die Ausfertigung mit der jeweils niedrigsten Wärmeleitfähigkeit entschieden.

Die Inhaltsstoffe
Direkter Körperkontakt mit den Dämmstoffen ist nach dem Einbau zwar unwahrscheinlich. Trotzdem bergen bestimmte Schadstoffe weiterhin Risiken. So können etwa problematische flüchtige organische Verbindungen (VOC) durch die Verkleidung ausgasen. Auch können sich Schimmelpilze und andere Mikroorganismen beim Einbau in der Raumluft verteilen. Und nicht zuletzt verwenden Hersteller teils umwelt- und gesundheitsschädigende Flammschutzmittel.

Die Bewertung
Weil sich die Auswahl auf Produkte mit "besseren", das heißt niedrigeren Wärmeleitfähigkeiten beschränkt, verzichten wir auf ein Testergebnis Wärmeschutz. Das Gesamturteil entspricht dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Negativ wirkt es sich etwa aus, wenn Produkte sehr empfänglich für Pilze und Bakterien sind oder sie große Mengen zinnorganischer Verbindungen enthalten.

So haben wir getestet

Blau eingefärbt: Unter dem Mikroskop zeigte sich, welche Dämmstoffe besonders empfänglich für Pilzsporen sind.