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Urteil

05.05.2018

Urteil

Mietminderung bei Zugluft im Passivhaus

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05.05.2018 | In Passivhäusern mit Lüftungsanlage geht es konstruktionsbedingt häufig etwas zugiger zu: Bewohner müssen das aber nur bis zu einem gewissen Grad tolerieren und können eine Mietminderungen einfordern, wenn das hinnehmbare und erwartbare Maß an Zugluft überschritten ist. So hat es kürzlich das Amtsgericht Frankfurt am Main (Az.: 33 C 1251/17(76)) entschieden. Im entsprechenden Fall hatten die Mieter eines Passivhauses beklagt, dass starke Zugluft im Winter den Aufenthalt in mehreren Zimmern zeitweise unerträglich gemacht hätte. Ein Gutachten bestätigte das. Das Amtsgericht gab den Mietern recht und erachtete eine Mietminderung in Höhe von zehn Prozent als angemessen.