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15 Standmixer im Test

Gemischte Gefühle

Jahrbuch für 2017 | Kategorie: Bauen und Wohnen | 20.10.2016

15 Standmixer im Test

Die 15 Mixer im Test zerkleinern Lebensmittel unterschiedlich gut. Auch in puncto Verarbeitung und Lautstärke können Verbraucher Fehl- oder Glücksgriffe landen. Sieben Modelle können wir empfehlen.

Brauche ich einen Standmixer, und wenn ja, welchen? ÖKO-TEST hat 15 Standmixer eingekauft und geprüft, wie gut sie verschiedene Nahrungsmittel zerkleinern und wie es um die Benutzerfreundlichkeit, die Sicherheit und Schadstoffe im Gerät bestellt ist.

Das Testergebnis

Sieben der 15 Standmixer im Test können wir empfehlen. Schlusslichter sind mit "ausreichend" die beiden günstigsten Mixer.

Die meisten Geräte leisten beim Mixen gute Arbeit. Smoothies und Pesto erledigten alle in für uns zufriedenstellender Qualität, größere Unterschiede beobachtete das Labor beim Zerkleinern von Eis, Mandeln und Zwiebeln. Drei Mixer fielen positiv auf. Allerdings scheiterten auch sie - wie alle anderen - am Babybrei. Eltern greifen hier also besser zum Pürierstab.

Mixer sollten dafür ausgelegt sein, dass man sie täglich benutzt. Umso ärgerlicher, wenn man sich Tag für Tag mit einem allzu fest sitzenden Deckel abmühen muss. Fünf Mixer haben wir deswegen abgewertet. Ebenso vermeidbar: Messer, die sich nicht zum Reinigen herausnehmen lassen, oder Rillen, in denen Lebensmittelreste hängen bleiben. Sechs Mixer wiesen einen dieser beiden Mängel auf. Zu konsequenter Kundenfreundlichkeit gehört unserer Meinung nach auch, dass sowohl hinreichend über die Garantieleistung informiert wird als auch Kontaktdaten für den Service angegeben sind. Vier Anbieter hielten dies nicht für nötig.

Sechs Mixer rauschten durch unseren anspruchsvollen, eine Woche dauernden Belastungstest. Bei vier Geräten musste das Labor die Prüfung vorzeitig abbrechen, da Wasser aus dem Mixbecher leckte. Die Modelle von Gastroback und Petra durchliefen zwar alle 400 Prüfzyklen, doch befand sich hinterher eine deutlich erkennbare Wasserlache unter den Geräten.

Mixer halbwegs geräuscharm zu gestalten ist möglich, man muss allerdings über die Technik verfügen und den Willen, sie einzusetzen. Bosch zeigt, wie es geht: Mit gemessenen 69 Dezibel auf einen halben Meter Entfernung schlägt der Bosch-Mixer die Konkurrenz. Drei besonders laute Geräte mit mehr als 80 Dezibel werten wir ab.


Standmixer: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

AEG Standmixer SB 7500, Edelstahl
  • Electrolux

Bosch Silent Mixx MMB64G3MDE, weiß/Edelstahl
  • Bosch

Braun Identity Collection JB 5160, schwarz
  • Braun

Bianco di Puro Primo Hochleistungsmixer, Edelstahl/schwarz
  • Bianco di Puro

Severin Multimixer + Smoothie Mix & Go, Edelstahl
  • Severin

JTC Omniblend V, Modell TM-800 A, schwarz
  • Naassan

Krups Perfect Mix 9000 KB5031, weiß
  • Krups

Kenwood Kmix Standmixer BLX51, rot
  • Kenwood

Petra Standmixer Pro 1,5 L, MX 26.35, Edelstahl
  • Petra

Philips Avance Collection Pro Blend 6, HR2195, Edelstahl
  • Philips

Kitchenaid 1,75-L-Standmixer im Rautendesign, Empire Rot
  • Kitchen Aid

Princess Standmixer Pro-4 Series, Edelstahl
  • Princess

Gastroback Vital Mixer Pro, Edelstahl
  • Gastroback

WMF Kult Pro Power Standmixer, Edelstahl
  • WMF WMF

Russell Hobbs Illumina, schwarz/Edelstahl
  • Russell Hobbs

15 Standmixer im Test
Jahrbuch für 2017 Seite 242
Jahrbuch für 2017 Seite 243
Jahrbuch für 2017 Seite 244
Jahrbuch für 2017 Seite 245
Jahrbuch für 2017 Seite 246
Jahrbuch für 2017 Seite 247

6 Seiten
Seite 242 - 247 im Jahrbuch für 2017
vom 20.10.2016
Abrufpreis: 2,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Im Fokus standen Mixer aus der preislichen Mittelklasse, darunter auch Produkte beliebter Haushaltsgerätemarken wie Bosch, Braun, Philips oder WMF. Für die meisten der 15 Geräte gaben wir zwischen 60 und 150 Euro aus. Zwei Geräte unter 50 Euro sind ebenso vertreten wie drei für über 200 Euro. Die Geräte sollten laut Auslobung mindestens auch Eis crushen können.

Die Praxisprüfung

Wir wollten wissen, wie sich die Mixer unter realen Bedingungen schlagen: Jedes Gerät musste zwei verschiedene Smoothies mixen, Eis crushen, Zwiebeln und Mandeln zerkleinern, ein Pesto bereiten und eine kleinere sowie eine größere Portion Babybrei aus vorgegarten Zutaten pürieren. Wenn vorhanden, wurden entsprechende Mixprogramme benutzt. Außerdem schickten wir alle Mixer in einen einwöchigen Dauertest mit längeren und kürzeren Unterbrechungen. Die Laborexperten warfen zudem einen kritischen Blick auf die Sicherheit der Geräte und prüften etwa Isolierungen und wie lange sich die Messer drehen, nachdem der Mixer ausgeschaltet wurde. Auch die Nutzerfreundlichkeit beurteilten die Prüfer. Sie maßen Lautstärke und Drehzahl und begutachteten die Verarbeitung der Geräte sowie die Bedienungsanleitung. Sind die Geräte nur verschraubt und somit für eine Reparatur zugänglich? Oder sind sie so verbaut, dass man sie im Falle eines Defekts wegwerfen muss?

Die Schadstoffe

Bisphenol A ist ein bekannter Problemstoff in Haushaltsgeräten, deshalb testete ein Labor alle Kunststoffbehälter auf den hormonell wirksamen Stoff. Außerdem ließen wir weiche Teile von Deckel oder Bodendichtung auf Weichmacher und phosphororganische Verbindungen überprüfen. An jeweils mehreren Stellen des Mixers testete ein weiteres Labor auf problematische Elemente wie Antimon oder Blei. Schon zum ÖKO-TEST-Standard gehört die Prüfung auf chlorierte Verbindungen wie PVC, das die Umwelt in Herstellung und Entsorgung belastet.

Die Bewertung

Wesentlich ist, was Mixer leisten und wie verbraucherfreundlich sie sind. Deshalb macht die Praxisprüfung 70 Prozent des Gesamtergebnisses aus. In der Praxisprüfung "gute" oder "sehr gute" Geräte müssen sowohl im Mixen als auch in Ausstattung, Handhabung und Sicherheit besser abschneiden als "befriedigend". 30 Prozent des Gesamtergebnisses entfallen auf das Testergebnis Inhaltsstoffe, schließlich sollen Verbraucher und Umwelt auch durch Mixer nicht mit Schadstoffen belastet werden.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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Zugehörige Ausgabe:
Jahrbuch für 2017
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Erschienen am 20.10.2016

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