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04.11.2017 | Läusemittel unterscheiden sich gravierend: Manche töten die Blutsauger mit Giften, denen man sein Kind nicht aussetzen möchte. Manche enthalten Stoffe, die Allergien auslösen können. Und wieder andere tun nichts von alledem und helfen doch. Von 16 Produkten können wir deshalb immerhin fünf empfehlen, zwei davon zahlt für Kinder sogar die Krankenkasse.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben 16 Mittel gegen Läuse eingekauft. Manche basieren auf Insektiziden wie Permethrin, sie wirken nervengiftig auf die Läuse und sollen sie so töten. Andere wirken über Silikone oder Öle, die in die Atemöffnungen der Parasiten eindringen und sie ersticken sollen.

Wirksamkeit und Nutzen

Gibt es belastbare wissenschaftliche Daten zur Wirksamkeit der Präparate? Wie sieht es mit unerwünschten Nebenwirkungen aus? Unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt, hat die Produkte für uns begutachtet.

Hilfs- und weitere Inhaltsstoffe

In den Läusemitteln stecken auch jede Menge Hilfsstoffe, die wir teils kritisch bewerten. Wir ließen die Produkte unter anderem auf bedenkliche Konservierungsstoffe und Mineralölrückstände sowie allergene Duftstoffe und Moschusverbindungen untersuchen. Auch umstrittene halogenorganische Verbindungen und krebsverdächtiges Formaldehyd standen auf dem Prüfzettel.

Die Bewertung

Wer unter Läusen leidet, will ein Mittel, das schnell und zuverlässig wirkt. Am besten sollen die lästigen Blutsauger sofort verschwinden. Ein Produkt, dessen Wirksamkeit nicht ausreichend belegt ist, kann deshalb nicht besser als mit "mangelhaft" abschneiden. Weil sich niemand nach einer Behandlung etwa Hautausschläge wünscht, sollten die Mittel zudem frei von problematischen Stoffen sein.