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17.03.2018 | Aktuell sind acht von zehn Kinder in Deutschland komplett kariesfrei, Zahnputzaktionen und Aufklärungskampagnen sei Dank. Gehört Dein Kind dazu? Wir haben 16 Kinderzahnbürsten darauf überprüfen lassen, ob sie Dein Kind ordentlich unterstützen, richtig gute Zähne zu behalten.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Vom ersten Milchzahn an müssen die kleinen Beißerchen geputzt werden. Darum gibt es Zahnbürsten schon für die ersten Lebensmonate. Wir haben einige Zahnbürsten eingekauft, die von Anfang an genutzt werden können. Andere richten sich an Kinder ab drei Jahren. Sie alle decken mindestens drei Lebensjahre der Kinder ab, manche bis zu sieben. Gezahlt haben wir zwischen 36 Cent und 5,90 Euro pro einzelner Bürste.

Die Inhaltsstoffe

2012 noch haben wir in acht von 13 Kinderzahnbürsten chlorierte Verbindungen wie etwa PVC entdeckt; in fünf steckten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in abwertungsrelevanter Menge. Auch diesmal haben wir wieder auf diese Verbindungen hin untersuchen lassen. Außerdem schaute ein von uns beauftragtes Labor genau nach, ob Phthalate, weitere Weichmacher, Chlorparaffine oder antimikrobiell wirksame Substanzen in den Bürsten verwendet werden.

Die Gebrauchseignung

Ein Zahnmediziner an einer deutschen Hochschule hat für uns die Kinderzahnbürsten im wahrsten Wortsinn unter die sehr starke Lupe genommen: Ein Rasterelektronenmikroskop hat die Bürstenköpfe um das 170- bis 200-Fache vergrößert, um zu ermitteln, wie gut die Borstenenden abgerundet sind. Unser Gutachter achtete außerdem auf die Ergonomie der Bürsten, die Länge der Borsten und die Größe des Putzfelds. Denn Kinder haben kleine Hände und kleine Münder. Die Zahnbürste muss auf beides abgestimmt sein, sollen das Ergebnis stimmen und die Kinder nicht zu viel Mühe haben, ihre Zähne selbst zu putzen. Denn Frust kann zu Unlust, schlechtem Putzen und schließlich zur Plombe führen.

Die Weiteren Mängel

Eine Verpackung soll ihren Inhalt schützen. Darum sollte die Verpackung so gestaltet sein, dass die Borsten der Zahnbürste nicht zusammengedrückt werden. Denn ein deformiertes Bürstenfeld kann das Putzergebnis negativ beeinflussen.

Als Weiteren Mangel werten wir außerdem raue Oberflächen, da die Befürchtung besteht, dass sie zu Keimherden werden können.

Die Bewertung

Nicht nur gute Handhabung und Verarbeitung mit entsprechend gutem Putzergebnis sind uns wichtig. Auch sollten Zahnbürsten - gerade die für kleine Kinder - frei von bedenklichen und/oder umstrittenen Inhaltsstoffen sein. Beide Teilbereiche werten wir daher mit jeweils 50 Prozent. Naphthalin gehört zu 16 als krebserregend oder krebsverdächtig eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. In der gefundenen Menge - mehr als 200 µg/kg im Kunststoff - gibt es keine Kompromisse mehr: Eine deutliche Abwertung im Bereich Inhaltsstoffe um vier Noten ist unserer Auffassung nach unumgänglich. Da schlecht abgerundete Borsten nicht nur zu einem schlechten Putzergebnis führen, sondern auch das Zahnfleisch verletzen können, werden je nach Anteil an inakzeptablen Borsten bis zu drei Noten im Teilbereich Gebrauchseignung abgezogen. Ergonomie bewerten wir an Griff und Bürstenkopf. Ist sie nicht stimmig, wird ebenfalls abgewertet. Gibt es außer den genannten Gründen gravierende weitere Mängel, haben sie Einfluss auf das Gesamturteil.

Die Testergebnisse Kinderzahnbürsten gibt's in unserer App

Video zum Thema

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ÖKO-TEST App Eltern:

Test Kinderzahnbürsten

Eine runde Sache.

Es gibt gute Nachrichten von den Zahnärzten: Aktuell sind acht von zehn Kindern in Deutschland komplett kariesfrei. Damit das auch so bleibt, ist Zähneputzen angesagt - und zwar mit der richtigen Kinderzahnbürste. Doch was muss die perfekte Zahnbürste können? Auf was sollten die Eltern beim Kauf achten? ÖKO-TEST hat 16 Bürsten ins Labor geschickt und ist mit vielen durchaus zufrieden.