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07.04.2018 | 20 Prozent Kakao, 80 Prozent Zucker: Kakaopulver, die sich in der Aufmachung an Dein Kind richten, müssten eigentlich Zuckerpulver heißen. Außer den teils dreist hohen Zuckergehalten problematisch: Mineralöl, künstliche Zusätze und fragwürdige Deklarationen. Doch ganz verzichten müsst Ihr nicht auf den Schokotrunk. Es gibt ein "sehr gutes" Produkt.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Kakaopulver, die sich an Kinder richten, sollten es sein. Nur, wenn anhand lustiger Bildchen und bunter Farben eindeutig erkennbar war, dass die Zielgruppe Kinder sind, landeten die Kakaopulver, offiziell "kakaohaltige Getränkepulver", im Einkaufskorb.

Die Inhaltsstoffe

Zunächst einmal wollten wir wissen: Wie viel Kakao steckt wirklich in den Pulvern - und wie viel Zucker? Dafür haben wir die Einzelzucker im Labor messen und den Kakaogehalt bestimmen lassen. Weil es während der Herstellung zu Verunreinigungen etwa mit Schmierölen kommen kann, ließen wir die Produkte zudem auf Mineralöl überprüfen. Außerdem haben die von uns beauftragten Labore etwa Cadium, unerwünschte Keimbelastungen und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht. Den Zusatz von Aromen und anderen umstrittenen Zutaten prüften wir per Deklaration.

Die Weiteren Mängel

Stecken PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in den Verpackungen? Diese belasten die Umwelt. Außerdem haben wir die Angaben auf den Packungen überprüft. Die sollen informieren, Verbraucher aber nicht in die Irre führen.

Die Bewertung

Verunreinigungen mit Mineralöl (MOSH/POSH) haben in Kakao nichts zu suchen, da sind wir streng. Außerdem steckt viel zu viel Zucker in den Kakaos - mehr als 15 Gramm pro Portion führen zu zwei Noten Abwertung. So viel sollen dreijährige Kinder eigentlich am ganzen Tag nur zu sich nehmen. Auch künstliche Zusätze wie Aromen oder Vitamine bemängeln wir.

Die Testergebnisse Kakao für Kinder gibt's in unserer App