Startseite
16.09.2017 | Grummeln, Unwohlsein, wässriger Stuhl: Säuglinge und kleine Kinder trifft Durchfall besonders oft. Welche Arzneien das Leiden lindern und verkürzen, erfährst Du in unserem Test von 14 Präparaten.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben 14 Präparate eingekauft, die Kinder unter sechs Jahre einnehmen können. Darunter elf Mittel, die Abhilfe bei Durchfall versprechen, sowie drei Elektrolytmischungen, um einen Salz- und Wasserverlust durch Durchfall auszugleichen.

Die pharmakologische Begutachtung

Helfen die Präparate bei dünnflüssigem Stuhl? Sind die Elektrolyte sinnvoll, um einen Mineralstoffverlust auszugleichen? Diese Fragen hat für uns Professor Manfred Schubert-Zsilavecz beantwortet. Der Experte vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt beurteilte Wirksamkeit, Risiken und Nutzen der einzelnen Produkte. Zudem prüfte er die Beipackzettel und Produktinformationen.

Die Hilfsstoffe

Die getesteten Produkte enthalten auch Hilfsstoffe. Sie lassen sich bereits anhand des Beipackzettels identifizieren. Geachtet haben wir unter anderem auf deklarierte Farb- und Konservierungsstoffe sowie den Alkoholgehalt.

Die Weiteren Mängel

Ein Labor untersuchte Pulverbeutel, Blister und sonstige Verpackung auf umweltschädliche PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen.

Die Bewertung

Die Gabe von Elektrolyten gilt aus wissenschaftlicher Sicht bei Durchfall von Kindern als sinnvoll. Sind die Effekte von Mitteln nicht zweifelsfrei durch klinische Studien belegt, ziehen wir Noten ab. Kritisch sehen wir zudem fehlende Hinweise auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei Durchfall. Auch Alkohol werten wir in Kinderarzneien ab. Als weiteren Mangel werten wir zudem, wenn in Verpackungen PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen nachgewiesen wurden.

Die Testergebnisse Durchfallmittel gibt's in unserer App