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ÖKO-TEST Mai 2012
Test
Pestizide in Lebensmitteln
Zu viel ist zu viel
Pestizide in Lebensmitteln

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ÖKO-TEST Mai 2012
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Weinblätter am besten aus Bio-Anbau

"Rückstandsfreie Weinblätter sind - wenn überhaupt - nur zu erwarten, wenn die Blätter aus dem ökologischen Weinbau stammen."

Dr. Eberhard Schüle, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart.

Nicht verkehrsfähige Lebensmittel - und jetzt?

Jedes vierte Produkt überschreitet Höchstmengen, jedes fünfte hätte sogar gar nicht verkauft werden dürfen, so lautet das erschreckende Ergebnis unseres Tests. Da wir die Produkte in Frankfurt/Main und Umgebung eingekauft hatten, wollten wir wissen, was die Lebensmittelüberwachung in Hessen dazu sagt. Im zuständigen Ministerium versprach man uns, unseren Hinweisen nachzugehen. Konkret würden auf Basis unserer Angaben Proben in den Läden gezogen - sofern noch vorhanden - und eigene Analysen durchgeführt. Sollten sich die Befunde bestätigen, würden die Hersteller aufgefordert, die Probleme zu beseitigen. Zudem müsste noch vorhandene nicht verkehrsfähige Ware aus den Regalen geräumt werden. Wann mit Ergebnissen zu rechnen sei, war zum Redaktionsschluss aber noch völlig offen.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Dieses Mal kauften wir risikoorientiert ein. Welche Lebensmittel in den letzten Jahren besonders häufig mit Pestiziden belastet waren, recherchierten wir bei Landesuntersuchungsämtern und dem europäischen Schnellwarnsystem RASFF. Aufgrund dieser Hinweise fiel die Wahl zuallererst auf Obst und Gemüse aus afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern. Hinzu kamen Linsen und andere Hülsenfrüchte, da es hier vor eineinhalb Jahren Höchstmengenüberschreitungen gegeben hatte. Auch Weinblätter können erheblich belastet sein, weshalb einige Proben ebenfalls im Einkaufswagen landeten. Die Produkte ließen wir wie üblich beim Discounter und in Supermärkten einkaufen - aber auch überall dort, wo Obst und Gemüse aus Nicht-EU-Ländern angeboten wird, etwa in den Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern, in türkischen und asiatischen Lebensmittelläden oder in der Frankfurter Kleinmarkthalle.

Die Inhaltsstoffe

Das Untersuchungsprogramm umfasste zwei Screenings mit insgesamt über 500 Pestizidwirkstoffen. Hinzu kamen je nach Produkt Einzelmethoden. So kann Glyphosat, das in Linsen für die Belastung gesorgt hatte, nur mithilfe einer spezifischen Methode erfasst werden. Gleiches gilt für Morpholin, einem in der EU verbotenen Zusatzstoff zur Oberflächenbehandlung von exotischen Früchten. Für Ethephon existiert ebenfalls eine Spezialmethode. Gefunden wurde der Stoff, der die Reifung steuert, bislang vor allem in Tomaten, Feigen, Paprika und Ananas. Die Weinblätter ließen wir zusätzlich auf Kupfer untersuchen. Kupferlösungen werden im Weinbau verbreitet gegen Pilze und Bakterien versprüht.

Die Bewertung

Welche Pestizidmengen in Lebensmitteln enthalten sein dürfen, ist gesetzlich geregelt. Überschreitet ein Stoff die Höchstmenge, führt das immer zu einem "ungenügenden" Urteil. Aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes werten wir aber auch schon ab, wenn ein Pestizidgehalt bestimmte Höchstmengen zu mehr als zehn bzw. zu mehr als 50 Prozent ausschöpft. Zusätzlich wurde die akute Gefährlichkeit der Rückstände geprüft. Auffälligkeiten wurden mit Punktabzug bestraft. Kritisch sehen wir auch eine größere Anzahl an Rückständen pro Produkt, da völlig unklar ist, wie sich dieser Mix gesundheitlich auswirkt.




Inhalt

» Eigentlich hatten wir ja gedacht, das Problem mit ...
» Ein anderes Beispiel ist der Wirkstoff ...
» So niedrig die Höchstgehalte auch sein mögen, ...
» Wir haben uns im Test die aktuellen ...
» Mehr Kupfer als erlaubt. In den Suntat ...
» Feigen und Tomaten akut gesundheitsgefährdend: ...
» Schumacher (Cherry-Tomaten) machte darauf ...
» Weinblätter am besten aus Bio-Anbau ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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