Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Kosmetik / Körperpflege / Mode
Ratgeber Kosmetik 12:2012 mit CD

21[ N1294 ]

Ratgeber Kosmetik 12:2012 mit CD

Erschienen am 13. April 2012

» Heft / ePaper im Shop anzeigen» weitere Inhalte anzeigen» weitere Hefte dieser Reihe anzeigen

Glossar

C

Cashmeran: Polyzyklischer Duftstoff, der in seiner Struktur stark den polyzyklischen Moschus-Verbindungen ähnelt und sich wie diese im Fettgewebe des Körpers anreichert.

D

Delta-3-Caren gehört zu den Terpenen; das sind Lösemittel aus ätherischen Ölen. Sie können Augen, Haut, Schleimhaut und Atmungsorgane reizen, werden aber schneller als künstliche Lösemittel abgebaut. Ihr intensiver Geruch warnt sensible Menschen. Das Terpen Delta-3-Caren gilt als starkes Allergen.

DEHA (Diethylhexyladipat) wird als Weichmacher hauptsächlich in Weich-PVC verwendet. Auf Haut und Augen wirkt DEHA leicht reizend.

Diethylphthalat wird unter anderem zur Vergällung von Alkohol eingesetzt. Es wird von der Haut aufgenommen und beeinflusst ihren Schutzmechanismus.

Duftstoffe, die Allergien auslösen können: Studien und Datenvergleiche des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken (IVDK) zeigen, dass die Duftstoffe Eichenmoos (Evernia prunastri extract), Baummoos (Evernia furfuracea extract), Isoeugenol und Cinnamal sehr potente Allergene sind. Weniger potente, aber immer noch problematische Stoffe sind Cinnamylalkohol, Hydroxycitronellal und Lyral (= Handelsname, INCI: Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde). Der IVDK ist ein Netzwerk von Hautkliniken, in dem die diagnostizierten Fälle von Kontaktallergie (pro Jahr > 10.000) zentral ausgewertet werden. Ziel: Früherkennung ansteigender Trends von bekannten und neuen Allergenen (www.ivdk.org).

F

Formaldehyd/-abspalter werden in der Regel als Konservierungsstoffe eingesetzt. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. Wird Formaldehyd über die Atemluft aufgenommen, gilt die Substanz als krebserregend. Es kann zu Tumoren im Nasen- und Rachenbereich kommen.

H

Halogenorganische Verbindungen sind eine Gruppe von mehreren Tausend Stoffen, die Brom, Jod oder (meistens) Chlor enthalten. Viele gelten als allergieauslösend, manche erzeugen Krebs, fast alle reichern sich in der Umwelt an. Die Hersteller wenden oft ein, dass es unschädliche und sogar nützliche halogenorganische Verbindungen gibt. Dabei handelt es sich aber zumeist um natürliche, nicht um künstlich hergestellte Stoffe. Wegen der Vielzahl der halogenorganischen Verbindungen ist mit der Testmethode, die das von uns beauftragte Labor anwendet, die genaue Verbindung nicht feststellbar. Auch die Hersteller wissen meist nicht, welcher Stoff in ihrem Produkt vorkommt. Wer jedes Risiko meiden will, muss daher zu Produkten ohne halogenorganische Verbindungen greifen.

L

Laurylsulfat: Laurylsulfate sind aggressive, stark schäumende Tenside. Sie können Haut und Schleimhäute reizen. Auch die sanfteren Laurethsulfate enthalten bis zu 30 Prozent Laurylsulfat.

M

Methylisothiazolinon wird sowohl in Farben und Lacken als auch in Kosmetika als Konservierungsmittel eingesetzt, häufig in Kombination mit dem als starkes Allergen bekanntem Methylchloroisothiazolinon. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) beobachtet inzwischen auch einen deutlichen Anstieg der Sensibilisierungsquote auf Methylisothiazolinon allein.

N

Nitromoschus-Verbindungen: Künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Moschus-Ambrette gilt als nerven- und erbgutschädigend, deshalb ist die Substanz in der EU verboten. Der Einsatz der Verbindungen Moschus-Xylol und Moschus-Keton ist nur eingeschränkt zugelassen.

Nitrosamine können über die Haut, die Atemluft und oral aufgenommen werden und Krebs erzeugen. In Kosmetika gelangen sie durch verunreinigte Rohstoffe oder entstehen während der Lagerung, wenn bestimmte Inhaltsstoffe miteinander reagieren.

P

Parabene, bedenkliche, schützen Kosmetika und Arzneimittel vor Keimbefall und Schimmel und gehören zu den am häufigsten eingesetzten Konservierungsstoffen. Gemessen daran sind die Sensibilisierungsquoten relativ niedrig. Jedoch sind die längerkettigen Vertreter dieser Gruppe wie Butyl- und Propylparaben in Verdacht geraten, wie ein Hormon zu wirken, und waren im Tierversuch fortpflanzungsgefährdend. Daher hat das wissenschaftliche Beratergremium der EU (SCCS, Scientific Committee on Consumer Safety) im Dezember 2010 eine erhebliche Minimierung der Höchstkonzentrationen dieser längerkettigen Parabene in Kosmetika empfohlen. Aufgrund von Datenlücken wird für die Isoformen beider Verbindungen sowie für Phenylparaben ein gänzliches Verbot erwogen.

Paraffine/Erdölprodukte/Silikone: Meist aus Erdöl hergestellt. Diese künstlichen Stoffe integrieren sich nicht so mühelos ins Gleichgewicht der Haut wie die Bestandteile natürlicher Öle, die beispielsweise in Naturkosmetikprodukten stecken.

PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. In Salben werden sie eingesetzt, um die Bestandteile gleichmäßig zu mischen; in Shampoos dienen sie auch als Tenside.

Permethrin wirkt nervengiftig und kann unter anderem Kopfschmerzen auslösen.

Pestizide sind chemisch-synthetische Spritzgifte für Pflanzen, deren Anwendung und Rückstände Mensch und Umwelt gefährden. Geringe Rückstände, die immer wieder in Lebensmitteln entdeckt werden, stellen in der Regel kein akutes Gesundheitsrisiko dar. Problematisch kann aber die häufige Aufnahme geringer Pestizidkonzentrationen sein.

Polyzyklische Moschus-Verbindungen: Künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Neuere Tierversuche geben Hinweise auf Leberschäden.

Problematische Duftstoffe: -> Cashmeran, Duftstoffe, die Allergien auslösen können, Nitromoschus-Verbindungen, polyzyklische Moschus-Verbindungen

PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe bilden in der Müllverbrennung gesundheitsschädliche Dioxine und belasten die Umwelt bei der Herstellung und Entsorgung. Weich-PVC enthält große Mengen an Weichmachern.

T

Tartrazin ist als Lebensmittelfarbstoff (E 102) und als Kosmetikfarbstoff (CI 19140) zugelassen. Seine schädliche Wirkung wird diskutiert; es besteht ein starker Verdacht, dass er bei oraler Aufnahme pseudoallergische Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, Juckreiz, Asthma, Ödeme oder Schnupfen hervorrufen kann.

Triclosan greift in die Enzymaktivitäten der Leber ein, was den Abbau anderer Schadstoffe beeinträchtigen kann. Triclosanhersteller bestreiten das. Es ist zudem oft mit Dioxin verunreinigt, das sich im Körper anreichern kann. Einige Dioxine lösen schon in geringen Mengen Chlorakne aus, mindestens eins erzeugt Krebs. Triclosan wurde bereits in der Muttermilch nachgewiesen, kann Allergien auslösen und steht im Verdacht, die Resistenz von Bakterien - auch gegen Antibiotika - zu fördern.

U

Umkartons belasten die Umwelt unnötig und sind nur akzeptabel, wenn sie eine Glasverpackung schützen oder mehrere Teile/Produkte beinhalten.

Bedenkliche UV-Filter: Etliche chemische UV-Filter sind in den Verdacht geraten, wie Hormone zu wirken. Für die Filter 4-Methyl-Benzylidencamphor (4-MBC bzw. MBC), Ethylhexyl-Methoxycinnamate (Octylmethoxycinnamate, OMC), 3-Benzylidencamphor (3-BC), Benzophenone-1 (BP1), Benzophenone-2 (BP2), Benzophenone-3 (Oxybenzon) wurde die hormonelle Wirksamkeit im Tierversuch gezeigt. Bei den Filtern Homosalate (Homomenthylsalicylat bzw. HMS), Octyl-Dimethyl-Para-Amino-Benzoic-Acid (OD-PABA), Octocrylene und Etocrylene liegen Hinweise auf eine hormonelle Wirkung aus Zellversuchen vor.


 Kosmetik / Körperpflege / Mode
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST September 2016
 News
+ + + 16. September 2016 + + +
Der Sommer geht zu Ende, der Herbst naht. Die Sonnenschutzmittel sollten aber noch nicht eingemottet werden: Die Herbstsonne kann gerade im September noch eine ordentliche Portion schädlicher UV-Strahlung im Gepäck haben. » News lesen
+ + + 09. September 2016 + + +
Die EU-Kommission will die geplante Beschränkung von 286 CMR-Gefahrstoffen in Textilien vorantreiben. Der Entwurf sieht vor, in einer ersten Phase Produkte mit direktem und andauernden Hautkontakt wie Bettwäsche und Kleidung zu regulieren. » News lesen
+ + + 24. August 2016 + + +
Vom Laufsteg auf den Fluchtweg: Modedesignerin Angela Luna, Gründerin und Vorsitzende des Labels Adiff, spricht mit ÖKO-TEST über ihre Kollektion für Flüchtlinge. » News lesen
+ + + 16. August 2016 + + +
Was ist davon zu halten? Im März hat Fairtrade seinen neuen Textilstandard gestartet, angewendet wird er seit Juni. Das Siegel "Fairtrade Textile Production" soll unter anderem existenzsichernde Löhne und eine Stärkung der Arbeitnehmerrechte garantieren. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
So duftet die Natur
So duftet die Natur - Meist sind teure Parfüms nur preiswerte Gebilde aus dem synthetischen Duftbaukasten. Wer Wert auf ein natürliches Parfüm legt, sollte sich beim Kauf nicht benebeln lassen, sondern auf Zutaten und Herkunft achten. » Artikel lesen
Kompakte Deos
Kompakte Deos - Die kleinen kompakten Deosprays halten genauso lange wie herkömmliche Achselsprays. Zwei Produkte sind insgesamt empfehlenswert. Dennoch gibt es gute Gründe, um auf Deos aus der Aluminiumdose zu verzichten. » Artikel lesen
Natürlich schöner Kopf
Natürlich schöner Kopf - Chemiekeule - nein, danke! Das gilt für viele inzwischen auch in puncto Haarfarben. Pflanzenhaarfarben liegen im Trend. Die haben längst nichts mehr mit dem Öko-Muff und dem grellen Henna der wilden Siebziger zu tun. Was geht? Was nicht? » Artikel lesen
Alternative Haarfarben
Alternative Haarfarben - Chemische Haarfarben stehen in der Kritik. Kunden suchen deshalb nach Alternativen – doch manche der 33 getesteten Haarfarben haben gravierende Deklarationsmängel oder enthalten sogar verbotene Stoffe. Vier davon hätten so gar nicht verkauft werden dürfen » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Kleinkinder
Ratgeber Kleinkinder

Preis: 7.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Spezial Vegetarisch / Vegan
Spezial Vegetarisch / Vegan

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST September 2016
ÖKO-TEST September 2016

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Kosmetik und Wellness-Super-Paket
Das Kosmetik und Wellness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Kosmetik
Ratgeber Kosmetik

Preis: 7.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main