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ÖKO-TEST April 2012
Test
Butter
Das ist nicht Kuh(l)!
Butter

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ÖKO-TEST April 2012
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Schaut man sich die Verpackungen von Butter an, so sieht man vor allem Natur: weite Graslandschaften, Gänseblümchen, friedlich weidende Kühe und imposante Bergmassive. Nur dick aufgetragene Werbung? Vielleicht stimmt es ja, dass die Kühe für die Weihenstephan-Butter auf der Wiese vor der alten Molkerei grasen? Und dass die Milch für die Landliebe-Butter in Milchkannen von Anno Dazumal transportiert wird? Auch auf Butter vom Discounter prangen glückliche Kühe, viel Gras und hohe Berge.

Fest steht, dass die Abbildungen mit der Realität der modernen Milchproduktion wenig zu tun haben. Experten schätzen, dass rund 70 Prozent der Kühe das ganze Jahr über im Stall stehen - die meisten in Ost- und Süddeutschland, weniger im Norden. Sie produzieren rund 30 Millionen Tonnen Milch im Jahr, was einer durchschnittlichen Milchleistung von 7.200 Litern pro Kuh entspricht. Hochleistungskühe geben sogar mindestens 9.000 Liter Milch. Was es dafür braucht, ist vor allem Kraftfutter, erklärt der Agrarwissenschaftler und Milchviehexperte Dr. Daniel Weiß. "Die typische deutsche Kuh frisst zwei Tonnen Gras, zwei Tonnen Mais und zwei Tonnen Kraftfutter im Jahr. Es gibt sogar Landwirte, die nur Mais und Kraftfutter füttern."

Aus Sicht von Weiß ist das der völlig falsche Weg. Ein solches Konzept gehe nicht nur zulasten der Tiergesundheit, sondern sei auch wenig nachhaltig. Es müsse darum gehen, die Fütterung effizient und tiergerecht zugleich zu gestalten. Auch wäre es denkbar, die Milch- und Fleischproduktion zu verzahnen, wodurch andere, nicht auf Höchstleistung getrimmte Rassen zu bevorzugen wären. Im Übrigen könnten mehr Weideflächen genutzt werden, ist Weiß überzeugt. "Weidehaltung verbessert die Gesundheit der Tiere."

Die Fütterung beeinflusst auch die Inhaltsstoffe der Milch. Tatsächlich belegen mittlerweile mehrere Studien, dass Kühe, die viel Gras und Heu fressen, eine andere Milch geben als die, deren Futter zu großen Teilen aus Mais und Kraftfutter besteht. Vor allem die Fettsäurenverteilung ist verändert. So führt Grünfutter zu einem höheren Anteil an gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren, während schon geringe Mais- und Kraftfutteranteile die Gehalte deutlich senken. Laut Weiß lassen sich mit einer optimierten Ration von über 70 Prozent Weidegras und weniger als 10 Prozent Kraftfutter Omega-3-Fettsäuren in der Größenordnung von 1,5 g pro 100 g Milchfett erreichen - das ist doppelt bis dreimal so viel wie üblicherweise in konventioneller Milch steckt. Weil Bio-Kühe mindestens 60 Prozent Raufutter aus Gras, Heu oder Grassilage im Trog haben müssen, weist auch Bio-Milch meist hohe Anteile auf.



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Inhalt

» Schaut man sich die Verpackungen von Butter an, so ...
» Omega-3-Fettsäuren gelten als sehr gesund. ...
» Keimbelastung deutet auf mangelhafte Hygiene ...
» Abbildungen gaukeln Grünfütterung vor. Niedrige ...
» Bio-Butter wird hingegen grundsätzlich ohne ...
» Deutsche Butter - woher kommt die Milch? ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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