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ÖKO-TEST April 2012
Test
Blumenerde, torffrei
Der Mörder ist immer der Gärtner
Blumenerde, torffrei

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ÖKO-TEST April 2012
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Umso wichtiger, dass Verbraucher die Alternativen zu Torf kennen. Denn es gibt Blumenerden auf dem Markt, die nicht nur torfreduziert sind, sondern torffrei. Aber vielerorts ist das nicht bekannt. Aus diesem Grund hat die Naturschutzorganisation BUND einen Einkaufsführer für torffreie Erde herausgegeben, der die in Deutschland erhältlichen Produkte und deren Anbieter und Verkaufsstellen aufführt. Laut Dr. Heidrun Heidecke, beim BUND verantwortlich für Naturschutz, wird dieser Einkaufsführer zurzeit überarbeitet.

Dass Werbung für die Alternative zu "Leichenteilen im Blumenbeet" nötig ist, zeigt eine Umfrage von Studierenden der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE). Sie befragten vergangenes Jahr vor Baumärkten in der Umgebung Berlins Konsumenten zu Beginn der Gartensaison. Demnach gaben 58 Prozent der befragten Gartencenterkunden an, dass Torf kein Inhaltsstoff von Blumenerden ist. Nur 42 Prozent der Befragten wussten also, dass Torf in Blumenerde verarbeitet ist. Die Studierenden fragten auch, inwieweit den Kunden der Zusammenhang von Torf und Moorschutz bekannt war und versuchten herauszubekommen, was die Verbraucher über Moore, etwa als Kohlenstoffspeicher und Öko-System, wissen. Die Schlussfolgerungen der Studenten: "Die Befragung gibt einen Hinweis darauf, dass die Themen Torfabbau und Moorschutz noch nicht im Alltag der Konsumenten von Blumenerde angekommen sind." Immerhin: In den fünf Berliner Gartencentern gaben 70 Prozent der Befragten an, für torffreie Blumenerden einen Aufpreis bezahlen zu wollen.

Ob Torf zu 100 Prozent durch Ersatzstoffe wie Rindenhumus, Grünkompost und Holzfasern ersetzbar ist, darüber sind die Torfindustrie und die Erwerbsgärtnereien sowie Hersteller von ausschließlich torffreien Produkten und andere Experten uneins. Nach Aussagen des Industrieverbands Garten ist Torfersatz nur in gewissen Mengenanteilen möglich, um eine qualitativ hochwertige Blumenerde erzeugen zu können. Torf hat dabei auch die Funktion, Nachteile der jeweiligen Ersatzstoffe auszugleichen: Das Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff in Holzfasern, den Salzgehalt und die zu hohen Kaliumwerte bei Substratkompost und die Tatsache, dass Grünkompost sehr viele Nährstoffe enthält und diese sehr großen Schwankungen unterliegen. Aus besonders ausgewählten, sehr hochwertigen Rohstoffen könne man aber durchaus torffreie Erden fertigen, die die oben genannten Nachteile nicht aufweisen.



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Inhalt

» Teile einer Leiche liegen in deutschen Gärten. Sie ...
» Heute kann man in Deutschland nur noch ein ...
» Auf den Internetseiten der Bundesvereinigung ...
» Professor Joosten hält die Renaturierung - ...
» Auch deutsche Torfwerke beziehungsweise Erden- ...
» Dank Torf geht’s vollautomatisch ...
» EU-Öko-Label für Torfprodukte? - Dass ...
» Umso wichtiger, dass Verbraucher die ...
» Absurd: Verbrennen geht vor ...
» Ein Wunder muss also her, um die weitere ...
» Torfmoos-Bio-Masse kann also Torf ersetzen, ...
» In diesem Zusammenhang warnt Joosten in einem ...
» Änderungen von Naturschutzgesetz, ...
» Wie viele torffreie und wie viele torfhaltige ...
» Das Testergebnis Inhaltsstoffe - ... ...
» Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe ...
» Wenig Stickstoff: Pflanzen brauchen Stickstoff ...
» So reagierten die Hersteller - Die ...
» Kompakt - Torfersatzstoffe ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...
» Weitere Mängel - Alle Anbieter verwenden ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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